Oedipus im Theater Wasserburg: Antike Tragödie mit erschreckender Gegenwart


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Oedipus in Wasserburg: Ein König blickt in den Abgrund
Wenn am 18. Oktober 2026 im Theater Wasserburg die ersten Worte fallen, beginnt ein Bühnenerlebnis zwischen antiker Tragödie, politischer Gegenwartsdiagnose und schonungsloser Selbstbefragung. Sophokles’ Oedipus steht im Zentrum einer Inszenierung von Annett Segerer, die den Mythos eines erfolgreichen Herrschers auf seine gefährlich moderne Seite wendet.
Ein Held, der die Wahrheit lieber nicht sehen möchte
Oedipus hat die Stadt gerettet und sich als starker Herrscher etabliert. Doch die Krise kehrt zurück: Die Stadt kränkelt, und erneut soll der gefeierte Held Ordnung schaffen. Die Suche nach der Ursache führt immer tiefer in ein Geflecht aus Macht, Verantwortung und verdrängter Wahrheit. Was zunächst wie eine klassische Rettungsgeschichte erscheint, verwandelt sich in eine dramatische Untersuchung über Herrschaft und Selbsttäuschung.
Antike Tragödie mit politischem Nachhall
Die Dramaturgie von Sophokles entfaltet ihre Wucht dort, wo persönliche Schuld und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar ineinandergreifen. Das Theater Wasserburg legt den Stoff als gegenwärtige Bühnenkunst frei: Der Superheld und seine Crew suchen nach alternativen Wahrheiten, während die Stadt dem Untergang entgegentaumelt. Dadurch erhält der antike Stoff eine schneidende Aktualität.
Regie, Schauspielkunst und konzentrierte Theateratmosphäre
Annett Segerer führt ein Ensemble aus Susan Hecker, Hilmar Henjes, Carsten Klemm, Rosalie Schlagheck und Lea Luisa Schönhuber. In der konzentrierten Theateratmosphäre des Wasserburger Hauses begegnen sich chorische Spannung, präzise Figurenzeichnung und die unmittelbare Kraft des gesprochenen Wortes. Bühnenbild, Lichtstimmung und Akustik werden zum Resonanzraum für eine Geschichte, in der jede Gewissheit Risse bekommt.
VOR.REDEN als Auftakt zur Aufführung
Bereits ab 18:15 Uhr lädt das Theater Wasserburg zu VOR.REDEN ein. Das 30-minütige Einführungsgespräch öffnet einen gedanklichen Vorhang zur Inszenierung, bevor um 19:00 Uhr die Aufführung beginnt. Für Theaterinteressierte entsteht so ein Abend, der Einordnung und unmittelbares Bühnenerlebnis miteinander verbindet.
Fazit: Ein Abend zwischen Mythos und Gegenwart
Oedipus verspricht ein intensives Theatererlebnis über Macht, Wahrheit und die verhängnisvolle Blindheit gegenüber den eigenen Entscheidungen. Wer Sophokles nicht als fernes Bildungsgut, sondern als lebendige Bühnenkunst erleben möchte, findet im Theater Wasserburg einen eindringlichen Abend voller Spannung, sprachlicher Präzision und politischem Nachhall.
Offizielle Kanäle von Theater Wasserburg:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.theaterwasserburg.de/





