Langostas im Bittersweet Land: Zeitgenössische Kunst als sinnliche Fabel in Wasserburg


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Langostas im Bittersweet Land: Eine sinnliche Fabel über Körper, Begehren und Verwandlung
Vom 25. Oktober bis 22. November 2026 zeigt Sara Mayoral Jimenez in der Ehemaligen Polizeiinspektion in Wasserburg am Inn die Ausstellung Langostas im Bittersweet Land. Die multimediale Inszenierung verbindet Bankett, Video, Malerei, Objekte, Blumen, Klänge und Kristalle zu einer vielschichtigen Erzählung über Schönheit, Verletzlichkeit und die Kreisläufe des Lebens.
Ein Bankett zwischen Süße und Gewalt
Mayoral Jimenez entwickelt die Ausstellung aus der Sprache der Fabel. Jeder Raum erscheint als eigenes Kapitel, in dem das Alltägliche in den Rang eines Mythos steigt. Farben, Materialien und Klänge erzeugen eine Ausstellungsatmosphäre zwischen Zärtlichkeit und Unruhe: Eine Landschaft voller Süße bleibt zugleich von Verletzung, Begehren und Vergänglichkeit durchzogen.
Die Languste als Symbol der Verwandlung
Im Zentrum steht die Languste, die einst bei Salvador Dalí als Sinnbild absurder Begierde erschien. Bei Sara Mayoral Jimenez wird sie zu einem heiligen und essbaren Tier, sinnlich, glänzend und ambivalent. Ihr Körper verweist auf Verwandlung und Opfergabe, auf familiäre Bindungen, Hunger und die intime Verbindung von Konsum und Liebe.
Materialien zwischen Leben und Verfall
Die künstlerische Praxis der 1993 in Madrid geborenen Künstlerin bewegt sich zwischen Skulptur, Installation, Video, Klang, Keramik, Glas, Fermentation und Performance. Mayoral Jimenez untersucht die Grenzen zwischen Lebendigem und Nichtlebendigem sowie zwischen Bewahrung und Zersetzung. Organische Materialien werden zu Trägern einer Ästhetischen Erfahrung, in der Wachstum, Verfall und Erneuerung unmittelbar erfahrbar werden.
Kunsthistorische Einordnung und sinnliche Werkbetrachtung
Die Ausstellung knüpft an Motive der Vanitas, des Banketts und der Körperkunst an. Nahrung, Blumen und Kristalle erscheinen nicht als bloße Dekoration, sondern als Zeichen für Zeitlichkeit, Begehren und die Fragilität des Daseins. In der Werkbetrachtung treffen zeitgenössische Installation und performative Bildsprache auf kunsthistorische Vorstellungen von Opfergabe, Genuss und Vergänglichkeit.
Eine Künstlerin zwischen Madrid und München
Sara Mayoral Jimenez studierte Bildende Kunst an der Universidad Complutense de Madrid und an der Akademie der Bildenden Künste München. Für ihre Diplompräsentation El Buen Morir erhielt sie den Preis des Stipendienfonds der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Arbeiten verbinden autobiografische Perspektiven mit einer universellen Reflexion über Körper, Erinnerung, Transformation und die Fragilität des Lebens.
Öffnungszeiten und Kunsterlebnis
Die Ausstellung ist von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Die Eröffnung findet am Sonntag, 25. Oktober 2026, um 13 Uhr statt. Der Eintrittspreis ist in den verfügbaren Veranstaltungsinformationen nicht ausgewiesen. Für Kunstinteressierte eröffnet sich ein konzentriertes Kunsterlebnis, das visuelle, räumliche und klangliche Wahrnehmung miteinander verbindet.
Fazit: Eine Ausstellung als lebendige Erzählung
Langostas im Bittersweet Land erwartet Besucherinnen und Besucher als atmosphärische Installation über Körper, Genuss, Fürsorge, Gewalt und Verwandlung. Wer zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern sinnlich und gedanklich erfahren möchte, sollte diese Ausstellung live in Wasserburg am Inn besuchen. Die ästhetische Erfahrung entsteht im Zusammenspiel von Raum, Material, Klang und der eigenen Aufmerksamkeit.
Offizielle Kanäle von Sara Mayoral Jimenez:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.smayoral.com/










