
Brannenburg
83098 Brannenburg, Deutschland
Wallfahrtskirche Schwarzlack | Kreuzweg & Parken
Die Wallfahrtskirche Schwarzlack in Brannenburg ist ein Ort, an dem sich Pilgertradition, Waldstille und Kunstgeschichte in kurzer Distanz verbinden. Laut Gemeinde und Tourismusverband geht die Anlage auf eine Klause von 1659 und den Einsiedler Georg Tanner zurück; die heutige Kirche entstand als steinerner Neubau in der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde 1767 geweiht. Heute liegt die Wallfahrtskirche auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg und ist nur zu Fuß über einen etwa 30-minütigen Kreuzweg erreichbar. Direkt nebenan lädt das Berggasthaus Schwarzlack zum Verweilen ein. Genau diese Mischung aus spirituellem Ziel, Wanderort und Ausflugsziel macht Schwarzlack für Brannenburg-Besucher so besonders. In diesem Text finden Sie die wichtigsten Fakten zu Geschichte, Anreise, Kreuzweg, Ausstattung, Gottesdiensten und Fotomotiven. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Geschichte der Wallfahrtskirche Schwarzlack
Die Entstehungsgeschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, also in einer Zeit, in der private Frömmigkeit und regionale Wallfahrt in vielen Orten Oberbayerns neue Formen annahmen. Auf der Schwarzlack ließ sich 1659 der Eremit Georg Tanner nieder und stellte in seiner Klause ein Maria-Hilf-Bild auf, zu dem sich bald Pilger aus der Umgebung hingezogen fühlten. Aus dieser ursprünglichen Klause entwickelte sich zunächst eine hölzerne Kapelle, die 1687 errichtet wurde. Noch bevor die heutige Kirche entstand, gab es 1716 bereits einen kleinen steinernen Vorgängerbau. Die heutige Anlage wurde 1750 mit der Grundsteinlegung für den Neubau begonnen und 1767 geweiht. Diese Abfolge aus Einsiedelei, Holzkapelle, steinerner Vorgängerkirche und barockem Neubau zeigt sehr anschaulich, wie aus einer persönlichen Andacht ein dauerhafter Wallfahrtsort wurde. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Für Besucher ist diese Entwicklung deshalb wichtig, weil sie die besondere Atmosphäre der Schwarzlack erklärt. Die Kirche ist nicht nur irgendein historisches Gotteshaus, sondern ein religiös gewachsenes Ziel mit langer Kontinuität. Der Tourismusverband beschreibt sie als spätbarocke Wallfahrtskirche; die Einrichtung wird als feine, einheitliche Rokoko-Ausstattung charakterisiert, die sich seit der Weihe kaum verändert hat. Genau das unterscheidet Schwarzlack von vielen anderen Ausflugsorten: Hier ist die historische Schicht nicht nur in der Architektur sichtbar, sondern auch in der gelebten Nutzung. Die Anlage erzählt von Eremitenfrömmigkeit, Pilgerbewegung, Baugeschichte, Volksfrömmigkeit und einer Landschaft, die sich bis heute als stiller Kraftort erhält. Wer Schwarzlack besucht, tritt also nicht in ein Freilichtmuseum ein, sondern in einen Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf engem Raum zusammenkommen. Diese Verbindung von Ursprung, Beständigkeit und sakraler Qualität prägt die Wahrnehmung bis heute. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Anfahrt, Parken und Fußweg zur Schwarzlack
Die wichtigste praktische Information vorweg: Die Wallfahrtskirche Schwarzlack ist lediglich zu Fuß erreichbar. Die Gemeinde nennt dafür einen etwa 30-minütigen Kreuzweg, der auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg beginnt und zur Kirche hinaufführt. Als Ausgangspunkt für die Wanderung wird der Bereich hinter dem Gasthof-Hotel Schlosswirt genannt. Zusätzlich verweist die Gemeinde auf Parkmöglichkeiten im Ortsteil Brannenburg in der Nähe der Wendelsteinhalle sowie auf den Wanderparkplatz am Schießstand, dessen Zufahrt über die Holzhausener Straße erfolgt. Wer die Anreise plant, kann sich also auf einen klassischen Fußweg einstellen, nicht auf eine direkte Zufahrt bis zur Kirche. Genau das macht den Ort für viele Besucher gerade attraktiv, weil der Weg selbst bereits Teil des Erlebnisses ist. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Auch der offizielle Wandervorschlag der Region unterstützt diese Ausrichtung. Die Schwarzlack-Runde BR5 wird als leichte Rundtour beschrieben, 4,3 Kilometer lang, mit etwa 178 Höhenmetern und einer Dauer von rund 1:30 Stunden. Als Startpunkt werden Kirchplatz beziehungsweise Wendelsteinhalle genannt; mit der Bahn gelangt man zum Bahnhof Brannenburg und geht von dort in etwa zehn Minuten zum Kirchplatz und Gasthof Schlosswirt. Für die Anreise mit dem Auto wird die A93-Ausfahrt Brannenburg empfohlen, anschließend die Fahrt Richtung Ort und weiter zur Bahnhofstraße. Als Parkmöglichkeiten nennt die Tour den Kirchplatz oder die ausgeschilderten Parkplätze an der Wendelsteinhalle. Damit ist Schwarzlack gut erschlossen, obwohl die Kirche selbst bewusst abseits liegt. Der Fußweg ist Teil des Charakters: Die Anfahrt bleibt alltagstauglich, der letzte Abschnitt führt jedoch in die Ruhe des Waldes und schafft eine klare Trennung zwischen Ortsrand und Wallfahrtsort. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Jakobsweg, Kreuzweg und Wanderung nach Schwarzlack
Zur besonderen Stellung der Wallfahrtskirche gehört, dass an ihr der bekannte Jakobsweg vorbeiführt. Der Tourismusverband weist ausdrücklich darauf hin, dass der Pilgerweg an der Kirche entlangläuft, und verbindet den Ort damit mit einer überregionalen Wander- und Pilgertradition. Gleichzeitig verläuft der Zugang selbst über einen Kreuzweg, der den Weg in eine religiöse und landschaftliche Erfahrung verwandelt. Auf der Strecke stehen Kreuzwegstationen und mehrere Ruhebänke; der Weg ist gut ausgebaut und führt zunächst durch den Wald, später über eine Forststraße. Für viele Besucher ist genau diese Kombination aus Weg, Andacht und Natur das Besondere: Man geht nicht nur zu einem Ziel, sondern durch eine Abfolge von Eindrücken. Das Ziel liegt auf einer Lichtung und wirkt dadurch noch konzentrierter und stiller. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tour BR5 macht diese Qualität auch in sportlicher Hinsicht greifbar. Sie gilt als leicht und familienfreundlich, ist aber zugleich aussichtsreich und kulturell-historisch interessant. Der Rückweg führt über Aich oder Lechen zurück nach Brannenburg; unterwegs öffnen sich Blicke ins Inntal und Voralpenland, besonders beim weiteren Anstieg in Richtung Kogl. Für Wanderer ist das ein idealer Halbtagesausflug, weil sich Geschichte, Natur und Einkehr miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig ist die Route nicht für Kinderwägen geeignet und für Radfahrer gesperrt, was den Charakter des Weges als Fußpfad unterstreicht. Wer hier unterwegs ist, sollte also nicht nur an die Kirche denken, sondern den Weg selbst als Bestandteil des Erlebnisses verstehen. Schwarzlack ist dadurch mehr als ein einzelnes Bauwerk: Der Ort ist ein Zielpunkt in einem Netz aus Pilgerpfad, Waldweg, Aussicht und regionaler Wanderkultur. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Rokoko-Ausstattung, Altar und Votivtafeln
Im Inneren der Kirche wird sofort deutlich, warum Schwarzlack kunsthistorisch einen so hohen Stellenwert hat. Der Tourismusverband beschreibt den Rokoko-Altar in den Farben Weiß und Gold als raumbestimmend. Er stammt von Joseph Götsch und wurde 1767 geschaffen. Im Zentrum steht das Maria-Hilf-Bild, das als Kopie des berühmten Cranach-Bildes aus Innsbruck bezeichnet wird. Der Altar ist nicht nur dekoratives Element, sondern der visuelle und spirituelle Mittelpunkt des Kirchenraums. Umgeben wird das Gnadenbild von Engeln, Wolken und Strahlen; ergänzt wird die Komposition durch die Heiligengestalten Johannes Nepomuk, Florian und Franz von Paula. Dadurch entsteht ein typisches spätbarockes Gesamtbild, in dem Architektur, Malerei und Skulptur aufeinander abgestimmt sind. Wer den Raum betritt, erlebt keine nüchterne Schlichtheit, sondern eine bewusst inszenierte Glaubenswelt, die das Gnadenbild in den Mittelpunkt stellt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Hinzu kommen die Fresken von Sebastian Rechenauer dem Älteren, der in unmittelbarer Nähe zur Kirche geboren wurde. Er schuf die Fresken im Chor und Langhaus sowie die Grisaillen der vier Plagen der Menschheit. Diese Bildwelt verweist auf Leid, Bedrohung und Hoffnung und macht deutlich, weshalb Wallfahrtsorte in früheren Jahrhunderten für viele Menschen ein Ort des Trostes waren. Besonders aussagekräftig sind auch die zahlreichen Votivtafeln in der Kirche. Sie zeugen nach Angaben des Tourismusverbandes von Not, Verzweiflung, Trost, Dankbarkeit und Gottvertrauen. Für den heutigen Besucher sind sie nicht nur historisches Beiwerk, sondern unmittelbare Zeugnisse gelebter Religiosität. Die Kirche kann teilweise besichtigt werden; der Vorraum ist durch ein Gitter abgetrennt. Das schützt den Raum und erhält zugleich die Möglichkeit, den Innenraum zumindest in Teilen zu erleben. Schwarzlack ist damit ein Ort, an dem sich liturgische Nutzung und kunsthistorische Wahrnehmung sinnvoll ergänzen. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Gottesdienste, Wallfahrt und gelebte Tradition
Auch heute ist die Wallfahrtskirche kein reines Denkmal, sondern ein lebendiger kirchlicher Ort. Laut Chiemsee-Alpenland findet in den Sommermonaten nach Ostern bis Mitte Oktober jeden Freitag um 19:00 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Gemeinde Brannenburg ergänzt, dass regelmäßig kirchliche Veranstaltungen und katholische Gottesdienste stattfinden und verweist für aktuelle Termine auf die Seite der Pfarrei. Dadurch bleibt Schwarzlack nicht nur für Wanderer interessant, sondern ebenso für Menschen, die einen spirituellen Ort mit regelmäßiger liturgischer Nutzung suchen. Das Zusammenspiel aus Gottesdienst, Wallfahrt und Ausflug macht den Ort zeitlich flexibel: Er ist im Sommer ein abendlicher Andachtsort, unter der Woche ein Wanderziel und bei Veranstaltungen ein regionaler Treffpunkt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tradition zeigt sich auch in den Wallfahrten der Region. Das Berggasthaus Schwarzlack weist auf die jährliche Gautrachtenwallfahrt zur Wallfahrtskirche im August hin, und Medienberichte aus der Region dokumentieren, dass Trachtler und Pilger den Ort weiterhin regelmäßig aufsuchen. Solche Ereignisse machen sichtbar, dass Schwarzlack nicht nur ein historisch bedeutender Name ist, sondern in der Gegenwart weitergetragen wird. Der Ort steht damit für eine Form von Brauchtum, die sich nicht im Museumsschrank, sondern im Jahreslauf einer aktiven Gemeinde und ihrer Vereine ausdrückt. Für Besucher bedeutet das: Wer zur richtigen Zeit kommt, erlebt nicht nur Architektur und Natur, sondern auch gelebte Tradition. Die Wallfahrt gibt der Kirche ihren ursprünglichen Sinn zurück und zeigt, dass historische Sakralorte dann am stärksten wirken, wenn sie weiterhin genutzt und mit Leben gefüllt werden. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Fotos, Aussicht und Einkehr an der Schwarzlack
Wer nach Fotos der Wallfahrtskirche Schwarzlack sucht, findet vor allem starke Stimmungen statt großer Kulisse. Die Kirche liegt auf einer Waldlichtung über Brannenburg, der Weg dorthin führt durch einen ruhigen Kreuzweg mit Bäumen, Bänken und wechselndem Licht. Schon diese Kombination schafft Motive, die sich fotografisch lohnen: der Anstieg durch den Wald, der Moment des Ankommens auf der Lichtung, die Außenansicht der Kirche und die ruhige Einbettung in die Landschaft. In der weiteren Umgebung öffnet sich der Blick Richtung Inntal und Voralpenland. Für stimmungsvolle Aufnahmen sind deshalb nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der Weg dorthin, die Jahreszeiten und die Lichtverhältnisse entscheidend. Gerade morgens oder am späten Nachmittag entsteht auf solchen Wegen oft eine besondere Tiefe, die den Charakter des Ortes gut einfängt. Auch im Inneren liefern der Rokoko-Altar, die Votivtafeln und die Farbigkeit des Raums eindrucksvolle Bildmotive. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Zur Fotopause passt die Einkehr direkt nebenan. Das Berggasthaus Schwarzlack liegt laut Chiemsee-Alpenland unmittelbar bei der Kirche, auf rund 600 Höhenmetern am Fuße des Sulzbergs. Es bietet bayerische Küche, Wild- und saisonale Gerichte sowie hausgemachte Kuchen und Schmalznudeln. Der Betrieb ist ganzjährig ab 10 Uhr geöffnet, Dienstag ist Ruhetag. Die Gemeinde beschreibt das familiengeführte Gasthaus als ruhigen Ort zum Verweilen mit gemütlichen Gaststuben und Biergarten mit Aussicht. Damit wird Schwarzlack auch kulinarisch zu einem runden Ausflugsziel: Erst der Weg durch den Wald, dann die Kirche als historischer und spiritueller Mittelpunkt, anschließend die Einkehr mit regionaler Küche. Für viele Besucher ist genau diese Abfolge der Grund, warum Schwarzlack im Gedächtnis bleibt. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur vorbeikommt, sondern bewusst innehält. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Quellen:
- Wallfahrtskirche Heilige Maria - Brannenburg
- Chiemsee-Alpenland - Wallfahrtskirche Mariahilf und St. Johann Nepomuk auf Schwarzlack
- Chiemsee-Alpenland - Schwarzlack-Runde BR5
- Chiemsee-Alpenland - Berggasthaus Schwarzlack
- Gasthaus Schwarzlack - Anfahrt
- OVB Online - Inngau-Trachtenverband pilgert zur Wallfahrtskirche Schwarzlack
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Wallfahrtskirche Schwarzlack | Kreuzweg & Parken
Die Wallfahrtskirche Schwarzlack in Brannenburg ist ein Ort, an dem sich Pilgertradition, Waldstille und Kunstgeschichte in kurzer Distanz verbinden. Laut Gemeinde und Tourismusverband geht die Anlage auf eine Klause von 1659 und den Einsiedler Georg Tanner zurück; die heutige Kirche entstand als steinerner Neubau in der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde 1767 geweiht. Heute liegt die Wallfahrtskirche auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg und ist nur zu Fuß über einen etwa 30-minütigen Kreuzweg erreichbar. Direkt nebenan lädt das Berggasthaus Schwarzlack zum Verweilen ein. Genau diese Mischung aus spirituellem Ziel, Wanderort und Ausflugsziel macht Schwarzlack für Brannenburg-Besucher so besonders. In diesem Text finden Sie die wichtigsten Fakten zu Geschichte, Anreise, Kreuzweg, Ausstattung, Gottesdiensten und Fotomotiven. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Geschichte der Wallfahrtskirche Schwarzlack
Die Entstehungsgeschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, also in einer Zeit, in der private Frömmigkeit und regionale Wallfahrt in vielen Orten Oberbayerns neue Formen annahmen. Auf der Schwarzlack ließ sich 1659 der Eremit Georg Tanner nieder und stellte in seiner Klause ein Maria-Hilf-Bild auf, zu dem sich bald Pilger aus der Umgebung hingezogen fühlten. Aus dieser ursprünglichen Klause entwickelte sich zunächst eine hölzerne Kapelle, die 1687 errichtet wurde. Noch bevor die heutige Kirche entstand, gab es 1716 bereits einen kleinen steinernen Vorgängerbau. Die heutige Anlage wurde 1750 mit der Grundsteinlegung für den Neubau begonnen und 1767 geweiht. Diese Abfolge aus Einsiedelei, Holzkapelle, steinerner Vorgängerkirche und barockem Neubau zeigt sehr anschaulich, wie aus einer persönlichen Andacht ein dauerhafter Wallfahrtsort wurde. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Für Besucher ist diese Entwicklung deshalb wichtig, weil sie die besondere Atmosphäre der Schwarzlack erklärt. Die Kirche ist nicht nur irgendein historisches Gotteshaus, sondern ein religiös gewachsenes Ziel mit langer Kontinuität. Der Tourismusverband beschreibt sie als spätbarocke Wallfahrtskirche; die Einrichtung wird als feine, einheitliche Rokoko-Ausstattung charakterisiert, die sich seit der Weihe kaum verändert hat. Genau das unterscheidet Schwarzlack von vielen anderen Ausflugsorten: Hier ist die historische Schicht nicht nur in der Architektur sichtbar, sondern auch in der gelebten Nutzung. Die Anlage erzählt von Eremitenfrömmigkeit, Pilgerbewegung, Baugeschichte, Volksfrömmigkeit und einer Landschaft, die sich bis heute als stiller Kraftort erhält. Wer Schwarzlack besucht, tritt also nicht in ein Freilichtmuseum ein, sondern in einen Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf engem Raum zusammenkommen. Diese Verbindung von Ursprung, Beständigkeit und sakraler Qualität prägt die Wahrnehmung bis heute. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Anfahrt, Parken und Fußweg zur Schwarzlack
Die wichtigste praktische Information vorweg: Die Wallfahrtskirche Schwarzlack ist lediglich zu Fuß erreichbar. Die Gemeinde nennt dafür einen etwa 30-minütigen Kreuzweg, der auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg beginnt und zur Kirche hinaufführt. Als Ausgangspunkt für die Wanderung wird der Bereich hinter dem Gasthof-Hotel Schlosswirt genannt. Zusätzlich verweist die Gemeinde auf Parkmöglichkeiten im Ortsteil Brannenburg in der Nähe der Wendelsteinhalle sowie auf den Wanderparkplatz am Schießstand, dessen Zufahrt über die Holzhausener Straße erfolgt. Wer die Anreise plant, kann sich also auf einen klassischen Fußweg einstellen, nicht auf eine direkte Zufahrt bis zur Kirche. Genau das macht den Ort für viele Besucher gerade attraktiv, weil der Weg selbst bereits Teil des Erlebnisses ist. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Auch der offizielle Wandervorschlag der Region unterstützt diese Ausrichtung. Die Schwarzlack-Runde BR5 wird als leichte Rundtour beschrieben, 4,3 Kilometer lang, mit etwa 178 Höhenmetern und einer Dauer von rund 1:30 Stunden. Als Startpunkt werden Kirchplatz beziehungsweise Wendelsteinhalle genannt; mit der Bahn gelangt man zum Bahnhof Brannenburg und geht von dort in etwa zehn Minuten zum Kirchplatz und Gasthof Schlosswirt. Für die Anreise mit dem Auto wird die A93-Ausfahrt Brannenburg empfohlen, anschließend die Fahrt Richtung Ort und weiter zur Bahnhofstraße. Als Parkmöglichkeiten nennt die Tour den Kirchplatz oder die ausgeschilderten Parkplätze an der Wendelsteinhalle. Damit ist Schwarzlack gut erschlossen, obwohl die Kirche selbst bewusst abseits liegt. Der Fußweg ist Teil des Charakters: Die Anfahrt bleibt alltagstauglich, der letzte Abschnitt führt jedoch in die Ruhe des Waldes und schafft eine klare Trennung zwischen Ortsrand und Wallfahrtsort. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Jakobsweg, Kreuzweg und Wanderung nach Schwarzlack
Zur besonderen Stellung der Wallfahrtskirche gehört, dass an ihr der bekannte Jakobsweg vorbeiführt. Der Tourismusverband weist ausdrücklich darauf hin, dass der Pilgerweg an der Kirche entlangläuft, und verbindet den Ort damit mit einer überregionalen Wander- und Pilgertradition. Gleichzeitig verläuft der Zugang selbst über einen Kreuzweg, der den Weg in eine religiöse und landschaftliche Erfahrung verwandelt. Auf der Strecke stehen Kreuzwegstationen und mehrere Ruhebänke; der Weg ist gut ausgebaut und führt zunächst durch den Wald, später über eine Forststraße. Für viele Besucher ist genau diese Kombination aus Weg, Andacht und Natur das Besondere: Man geht nicht nur zu einem Ziel, sondern durch eine Abfolge von Eindrücken. Das Ziel liegt auf einer Lichtung und wirkt dadurch noch konzentrierter und stiller. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tour BR5 macht diese Qualität auch in sportlicher Hinsicht greifbar. Sie gilt als leicht und familienfreundlich, ist aber zugleich aussichtsreich und kulturell-historisch interessant. Der Rückweg führt über Aich oder Lechen zurück nach Brannenburg; unterwegs öffnen sich Blicke ins Inntal und Voralpenland, besonders beim weiteren Anstieg in Richtung Kogl. Für Wanderer ist das ein idealer Halbtagesausflug, weil sich Geschichte, Natur und Einkehr miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig ist die Route nicht für Kinderwägen geeignet und für Radfahrer gesperrt, was den Charakter des Weges als Fußpfad unterstreicht. Wer hier unterwegs ist, sollte also nicht nur an die Kirche denken, sondern den Weg selbst als Bestandteil des Erlebnisses verstehen. Schwarzlack ist dadurch mehr als ein einzelnes Bauwerk: Der Ort ist ein Zielpunkt in einem Netz aus Pilgerpfad, Waldweg, Aussicht und regionaler Wanderkultur. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Rokoko-Ausstattung, Altar und Votivtafeln
Im Inneren der Kirche wird sofort deutlich, warum Schwarzlack kunsthistorisch einen so hohen Stellenwert hat. Der Tourismusverband beschreibt den Rokoko-Altar in den Farben Weiß und Gold als raumbestimmend. Er stammt von Joseph Götsch und wurde 1767 geschaffen. Im Zentrum steht das Maria-Hilf-Bild, das als Kopie des berühmten Cranach-Bildes aus Innsbruck bezeichnet wird. Der Altar ist nicht nur dekoratives Element, sondern der visuelle und spirituelle Mittelpunkt des Kirchenraums. Umgeben wird das Gnadenbild von Engeln, Wolken und Strahlen; ergänzt wird die Komposition durch die Heiligengestalten Johannes Nepomuk, Florian und Franz von Paula. Dadurch entsteht ein typisches spätbarockes Gesamtbild, in dem Architektur, Malerei und Skulptur aufeinander abgestimmt sind. Wer den Raum betritt, erlebt keine nüchterne Schlichtheit, sondern eine bewusst inszenierte Glaubenswelt, die das Gnadenbild in den Mittelpunkt stellt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Hinzu kommen die Fresken von Sebastian Rechenauer dem Älteren, der in unmittelbarer Nähe zur Kirche geboren wurde. Er schuf die Fresken im Chor und Langhaus sowie die Grisaillen der vier Plagen der Menschheit. Diese Bildwelt verweist auf Leid, Bedrohung und Hoffnung und macht deutlich, weshalb Wallfahrtsorte in früheren Jahrhunderten für viele Menschen ein Ort des Trostes waren. Besonders aussagekräftig sind auch die zahlreichen Votivtafeln in der Kirche. Sie zeugen nach Angaben des Tourismusverbandes von Not, Verzweiflung, Trost, Dankbarkeit und Gottvertrauen. Für den heutigen Besucher sind sie nicht nur historisches Beiwerk, sondern unmittelbare Zeugnisse gelebter Religiosität. Die Kirche kann teilweise besichtigt werden; der Vorraum ist durch ein Gitter abgetrennt. Das schützt den Raum und erhält zugleich die Möglichkeit, den Innenraum zumindest in Teilen zu erleben. Schwarzlack ist damit ein Ort, an dem sich liturgische Nutzung und kunsthistorische Wahrnehmung sinnvoll ergänzen. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Gottesdienste, Wallfahrt und gelebte Tradition
Auch heute ist die Wallfahrtskirche kein reines Denkmal, sondern ein lebendiger kirchlicher Ort. Laut Chiemsee-Alpenland findet in den Sommermonaten nach Ostern bis Mitte Oktober jeden Freitag um 19:00 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Gemeinde Brannenburg ergänzt, dass regelmäßig kirchliche Veranstaltungen und katholische Gottesdienste stattfinden und verweist für aktuelle Termine auf die Seite der Pfarrei. Dadurch bleibt Schwarzlack nicht nur für Wanderer interessant, sondern ebenso für Menschen, die einen spirituellen Ort mit regelmäßiger liturgischer Nutzung suchen. Das Zusammenspiel aus Gottesdienst, Wallfahrt und Ausflug macht den Ort zeitlich flexibel: Er ist im Sommer ein abendlicher Andachtsort, unter der Woche ein Wanderziel und bei Veranstaltungen ein regionaler Treffpunkt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tradition zeigt sich auch in den Wallfahrten der Region. Das Berggasthaus Schwarzlack weist auf die jährliche Gautrachtenwallfahrt zur Wallfahrtskirche im August hin, und Medienberichte aus der Region dokumentieren, dass Trachtler und Pilger den Ort weiterhin regelmäßig aufsuchen. Solche Ereignisse machen sichtbar, dass Schwarzlack nicht nur ein historisch bedeutender Name ist, sondern in der Gegenwart weitergetragen wird. Der Ort steht damit für eine Form von Brauchtum, die sich nicht im Museumsschrank, sondern im Jahreslauf einer aktiven Gemeinde und ihrer Vereine ausdrückt. Für Besucher bedeutet das: Wer zur richtigen Zeit kommt, erlebt nicht nur Architektur und Natur, sondern auch gelebte Tradition. Die Wallfahrt gibt der Kirche ihren ursprünglichen Sinn zurück und zeigt, dass historische Sakralorte dann am stärksten wirken, wenn sie weiterhin genutzt und mit Leben gefüllt werden. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Fotos, Aussicht und Einkehr an der Schwarzlack
Wer nach Fotos der Wallfahrtskirche Schwarzlack sucht, findet vor allem starke Stimmungen statt großer Kulisse. Die Kirche liegt auf einer Waldlichtung über Brannenburg, der Weg dorthin führt durch einen ruhigen Kreuzweg mit Bäumen, Bänken und wechselndem Licht. Schon diese Kombination schafft Motive, die sich fotografisch lohnen: der Anstieg durch den Wald, der Moment des Ankommens auf der Lichtung, die Außenansicht der Kirche und die ruhige Einbettung in die Landschaft. In der weiteren Umgebung öffnet sich der Blick Richtung Inntal und Voralpenland. Für stimmungsvolle Aufnahmen sind deshalb nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der Weg dorthin, die Jahreszeiten und die Lichtverhältnisse entscheidend. Gerade morgens oder am späten Nachmittag entsteht auf solchen Wegen oft eine besondere Tiefe, die den Charakter des Ortes gut einfängt. Auch im Inneren liefern der Rokoko-Altar, die Votivtafeln und die Farbigkeit des Raums eindrucksvolle Bildmotive. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Zur Fotopause passt die Einkehr direkt nebenan. Das Berggasthaus Schwarzlack liegt laut Chiemsee-Alpenland unmittelbar bei der Kirche, auf rund 600 Höhenmetern am Fuße des Sulzbergs. Es bietet bayerische Küche, Wild- und saisonale Gerichte sowie hausgemachte Kuchen und Schmalznudeln. Der Betrieb ist ganzjährig ab 10 Uhr geöffnet, Dienstag ist Ruhetag. Die Gemeinde beschreibt das familiengeführte Gasthaus als ruhigen Ort zum Verweilen mit gemütlichen Gaststuben und Biergarten mit Aussicht. Damit wird Schwarzlack auch kulinarisch zu einem runden Ausflugsziel: Erst der Weg durch den Wald, dann die Kirche als historischer und spiritueller Mittelpunkt, anschließend die Einkehr mit regionaler Küche. Für viele Besucher ist genau diese Abfolge der Grund, warum Schwarzlack im Gedächtnis bleibt. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur vorbeikommt, sondern bewusst innehält. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Quellen:
- Wallfahrtskirche Heilige Maria - Brannenburg
- Chiemsee-Alpenland - Wallfahrtskirche Mariahilf und St. Johann Nepomuk auf Schwarzlack
- Chiemsee-Alpenland - Schwarzlack-Runde BR5
- Chiemsee-Alpenland - Berggasthaus Schwarzlack
- Gasthaus Schwarzlack - Anfahrt
- OVB Online - Inngau-Trachtenverband pilgert zur Wallfahrtskirche Schwarzlack
Wallfahrtskirche Schwarzlack | Kreuzweg & Parken
Die Wallfahrtskirche Schwarzlack in Brannenburg ist ein Ort, an dem sich Pilgertradition, Waldstille und Kunstgeschichte in kurzer Distanz verbinden. Laut Gemeinde und Tourismusverband geht die Anlage auf eine Klause von 1659 und den Einsiedler Georg Tanner zurück; die heutige Kirche entstand als steinerner Neubau in der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde 1767 geweiht. Heute liegt die Wallfahrtskirche auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg und ist nur zu Fuß über einen etwa 30-minütigen Kreuzweg erreichbar. Direkt nebenan lädt das Berggasthaus Schwarzlack zum Verweilen ein. Genau diese Mischung aus spirituellem Ziel, Wanderort und Ausflugsziel macht Schwarzlack für Brannenburg-Besucher so besonders. In diesem Text finden Sie die wichtigsten Fakten zu Geschichte, Anreise, Kreuzweg, Ausstattung, Gottesdiensten und Fotomotiven. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Geschichte der Wallfahrtskirche Schwarzlack
Die Entstehungsgeschichte beginnt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, also in einer Zeit, in der private Frömmigkeit und regionale Wallfahrt in vielen Orten Oberbayerns neue Formen annahmen. Auf der Schwarzlack ließ sich 1659 der Eremit Georg Tanner nieder und stellte in seiner Klause ein Maria-Hilf-Bild auf, zu dem sich bald Pilger aus der Umgebung hingezogen fühlten. Aus dieser ursprünglichen Klause entwickelte sich zunächst eine hölzerne Kapelle, die 1687 errichtet wurde. Noch bevor die heutige Kirche entstand, gab es 1716 bereits einen kleinen steinernen Vorgängerbau. Die heutige Anlage wurde 1750 mit der Grundsteinlegung für den Neubau begonnen und 1767 geweiht. Diese Abfolge aus Einsiedelei, Holzkapelle, steinerner Vorgängerkirche und barockem Neubau zeigt sehr anschaulich, wie aus einer persönlichen Andacht ein dauerhafter Wallfahrtsort wurde. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Für Besucher ist diese Entwicklung deshalb wichtig, weil sie die besondere Atmosphäre der Schwarzlack erklärt. Die Kirche ist nicht nur irgendein historisches Gotteshaus, sondern ein religiös gewachsenes Ziel mit langer Kontinuität. Der Tourismusverband beschreibt sie als spätbarocke Wallfahrtskirche; die Einrichtung wird als feine, einheitliche Rokoko-Ausstattung charakterisiert, die sich seit der Weihe kaum verändert hat. Genau das unterscheidet Schwarzlack von vielen anderen Ausflugsorten: Hier ist die historische Schicht nicht nur in der Architektur sichtbar, sondern auch in der gelebten Nutzung. Die Anlage erzählt von Eremitenfrömmigkeit, Pilgerbewegung, Baugeschichte, Volksfrömmigkeit und einer Landschaft, die sich bis heute als stiller Kraftort erhält. Wer Schwarzlack besucht, tritt also nicht in ein Freilichtmuseum ein, sondern in einen Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf engem Raum zusammenkommen. Diese Verbindung von Ursprung, Beständigkeit und sakraler Qualität prägt die Wahrnehmung bis heute. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Anfahrt, Parken und Fußweg zur Schwarzlack
Die wichtigste praktische Information vorweg: Die Wallfahrtskirche Schwarzlack ist lediglich zu Fuß erreichbar. Die Gemeinde nennt dafür einen etwa 30-minütigen Kreuzweg, der auf einer Anhöhe im Wald am Sulzberg beginnt und zur Kirche hinaufführt. Als Ausgangspunkt für die Wanderung wird der Bereich hinter dem Gasthof-Hotel Schlosswirt genannt. Zusätzlich verweist die Gemeinde auf Parkmöglichkeiten im Ortsteil Brannenburg in der Nähe der Wendelsteinhalle sowie auf den Wanderparkplatz am Schießstand, dessen Zufahrt über die Holzhausener Straße erfolgt. Wer die Anreise plant, kann sich also auf einen klassischen Fußweg einstellen, nicht auf eine direkte Zufahrt bis zur Kirche. Genau das macht den Ort für viele Besucher gerade attraktiv, weil der Weg selbst bereits Teil des Erlebnisses ist. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Auch der offizielle Wandervorschlag der Region unterstützt diese Ausrichtung. Die Schwarzlack-Runde BR5 wird als leichte Rundtour beschrieben, 4,3 Kilometer lang, mit etwa 178 Höhenmetern und einer Dauer von rund 1:30 Stunden. Als Startpunkt werden Kirchplatz beziehungsweise Wendelsteinhalle genannt; mit der Bahn gelangt man zum Bahnhof Brannenburg und geht von dort in etwa zehn Minuten zum Kirchplatz und Gasthof Schlosswirt. Für die Anreise mit dem Auto wird die A93-Ausfahrt Brannenburg empfohlen, anschließend die Fahrt Richtung Ort und weiter zur Bahnhofstraße. Als Parkmöglichkeiten nennt die Tour den Kirchplatz oder die ausgeschilderten Parkplätze an der Wendelsteinhalle. Damit ist Schwarzlack gut erschlossen, obwohl die Kirche selbst bewusst abseits liegt. Der Fußweg ist Teil des Charakters: Die Anfahrt bleibt alltagstauglich, der letzte Abschnitt führt jedoch in die Ruhe des Waldes und schafft eine klare Trennung zwischen Ortsrand und Wallfahrtsort. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Jakobsweg, Kreuzweg und Wanderung nach Schwarzlack
Zur besonderen Stellung der Wallfahrtskirche gehört, dass an ihr der bekannte Jakobsweg vorbeiführt. Der Tourismusverband weist ausdrücklich darauf hin, dass der Pilgerweg an der Kirche entlangläuft, und verbindet den Ort damit mit einer überregionalen Wander- und Pilgertradition. Gleichzeitig verläuft der Zugang selbst über einen Kreuzweg, der den Weg in eine religiöse und landschaftliche Erfahrung verwandelt. Auf der Strecke stehen Kreuzwegstationen und mehrere Ruhebänke; der Weg ist gut ausgebaut und führt zunächst durch den Wald, später über eine Forststraße. Für viele Besucher ist genau diese Kombination aus Weg, Andacht und Natur das Besondere: Man geht nicht nur zu einem Ziel, sondern durch eine Abfolge von Eindrücken. Das Ziel liegt auf einer Lichtung und wirkt dadurch noch konzentrierter und stiller. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tour BR5 macht diese Qualität auch in sportlicher Hinsicht greifbar. Sie gilt als leicht und familienfreundlich, ist aber zugleich aussichtsreich und kulturell-historisch interessant. Der Rückweg führt über Aich oder Lechen zurück nach Brannenburg; unterwegs öffnen sich Blicke ins Inntal und Voralpenland, besonders beim weiteren Anstieg in Richtung Kogl. Für Wanderer ist das ein idealer Halbtagesausflug, weil sich Geschichte, Natur und Einkehr miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig ist die Route nicht für Kinderwägen geeignet und für Radfahrer gesperrt, was den Charakter des Weges als Fußpfad unterstreicht. Wer hier unterwegs ist, sollte also nicht nur an die Kirche denken, sondern den Weg selbst als Bestandteil des Erlebnisses verstehen. Schwarzlack ist dadurch mehr als ein einzelnes Bauwerk: Der Ort ist ein Zielpunkt in einem Netz aus Pilgerpfad, Waldweg, Aussicht und regionaler Wanderkultur. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/wandern-von-brannenburg-aus-auf-die-schwarzlack-und-kogl-bdf93142c5))
Rokoko-Ausstattung, Altar und Votivtafeln
Im Inneren der Kirche wird sofort deutlich, warum Schwarzlack kunsthistorisch einen so hohen Stellenwert hat. Der Tourismusverband beschreibt den Rokoko-Altar in den Farben Weiß und Gold als raumbestimmend. Er stammt von Joseph Götsch und wurde 1767 geschaffen. Im Zentrum steht das Maria-Hilf-Bild, das als Kopie des berühmten Cranach-Bildes aus Innsbruck bezeichnet wird. Der Altar ist nicht nur dekoratives Element, sondern der visuelle und spirituelle Mittelpunkt des Kirchenraums. Umgeben wird das Gnadenbild von Engeln, Wolken und Strahlen; ergänzt wird die Komposition durch die Heiligengestalten Johannes Nepomuk, Florian und Franz von Paula. Dadurch entsteht ein typisches spätbarockes Gesamtbild, in dem Architektur, Malerei und Skulptur aufeinander abgestimmt sind. Wer den Raum betritt, erlebt keine nüchterne Schlichtheit, sondern eine bewusst inszenierte Glaubenswelt, die das Gnadenbild in den Mittelpunkt stellt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Hinzu kommen die Fresken von Sebastian Rechenauer dem Älteren, der in unmittelbarer Nähe zur Kirche geboren wurde. Er schuf die Fresken im Chor und Langhaus sowie die Grisaillen der vier Plagen der Menschheit. Diese Bildwelt verweist auf Leid, Bedrohung und Hoffnung und macht deutlich, weshalb Wallfahrtsorte in früheren Jahrhunderten für viele Menschen ein Ort des Trostes waren. Besonders aussagekräftig sind auch die zahlreichen Votivtafeln in der Kirche. Sie zeugen nach Angaben des Tourismusverbandes von Not, Verzweiflung, Trost, Dankbarkeit und Gottvertrauen. Für den heutigen Besucher sind sie nicht nur historisches Beiwerk, sondern unmittelbare Zeugnisse gelebter Religiosität. Die Kirche kann teilweise besichtigt werden; der Vorraum ist durch ein Gitter abgetrennt. Das schützt den Raum und erhält zugleich die Möglichkeit, den Innenraum zumindest in Teilen zu erleben. Schwarzlack ist damit ein Ort, an dem sich liturgische Nutzung und kunsthistorische Wahrnehmung sinnvoll ergänzen. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Gottesdienste, Wallfahrt und gelebte Tradition
Auch heute ist die Wallfahrtskirche kein reines Denkmal, sondern ein lebendiger kirchlicher Ort. Laut Chiemsee-Alpenland findet in den Sommermonaten nach Ostern bis Mitte Oktober jeden Freitag um 19:00 Uhr ein Gottesdienst statt. Die Gemeinde Brannenburg ergänzt, dass regelmäßig kirchliche Veranstaltungen und katholische Gottesdienste stattfinden und verweist für aktuelle Termine auf die Seite der Pfarrei. Dadurch bleibt Schwarzlack nicht nur für Wanderer interessant, sondern ebenso für Menschen, die einen spirituellen Ort mit regelmäßiger liturgischer Nutzung suchen. Das Zusammenspiel aus Gottesdienst, Wallfahrt und Ausflug macht den Ort zeitlich flexibel: Er ist im Sommer ein abendlicher Andachtsort, unter der Woche ein Wanderziel und bei Veranstaltungen ein regionaler Treffpunkt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/wallfahrtskirche-mariahilf-und-st.-johann-nepomuk-auf-schwarzlack-577bc2fe80))
Die Tradition zeigt sich auch in den Wallfahrten der Region. Das Berggasthaus Schwarzlack weist auf die jährliche Gautrachtenwallfahrt zur Wallfahrtskirche im August hin, und Medienberichte aus der Region dokumentieren, dass Trachtler und Pilger den Ort weiterhin regelmäßig aufsuchen. Solche Ereignisse machen sichtbar, dass Schwarzlack nicht nur ein historisch bedeutender Name ist, sondern in der Gegenwart weitergetragen wird. Der Ort steht damit für eine Form von Brauchtum, die sich nicht im Museumsschrank, sondern im Jahreslauf einer aktiven Gemeinde und ihrer Vereine ausdrückt. Für Besucher bedeutet das: Wer zur richtigen Zeit kommt, erlebt nicht nur Architektur und Natur, sondern auch gelebte Tradition. Die Wallfahrt gibt der Kirche ihren ursprünglichen Sinn zurück und zeigt, dass historische Sakralorte dann am stärksten wirken, wenn sie weiterhin genutzt und mit Leben gefüllt werden. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Fotos, Aussicht und Einkehr an der Schwarzlack
Wer nach Fotos der Wallfahrtskirche Schwarzlack sucht, findet vor allem starke Stimmungen statt großer Kulisse. Die Kirche liegt auf einer Waldlichtung über Brannenburg, der Weg dorthin führt durch einen ruhigen Kreuzweg mit Bäumen, Bänken und wechselndem Licht. Schon diese Kombination schafft Motive, die sich fotografisch lohnen: der Anstieg durch den Wald, der Moment des Ankommens auf der Lichtung, die Außenansicht der Kirche und die ruhige Einbettung in die Landschaft. In der weiteren Umgebung öffnet sich der Blick Richtung Inntal und Voralpenland. Für stimmungsvolle Aufnahmen sind deshalb nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch der Weg dorthin, die Jahreszeiten und die Lichtverhältnisse entscheidend. Gerade morgens oder am späten Nachmittag entsteht auf solchen Wegen oft eine besondere Tiefe, die den Charakter des Ortes gut einfängt. Auch im Inneren liefern der Rokoko-Altar, die Votivtafeln und die Farbigkeit des Raums eindrucksvolle Bildmotive. ([brannenburg.de](https://www.brannenburg.de/orte/kirchen/wallfahrtskirche-heilige-maria/))
Zur Fotopause passt die Einkehr direkt nebenan. Das Berggasthaus Schwarzlack liegt laut Chiemsee-Alpenland unmittelbar bei der Kirche, auf rund 600 Höhenmetern am Fuße des Sulzbergs. Es bietet bayerische Küche, Wild- und saisonale Gerichte sowie hausgemachte Kuchen und Schmalznudeln. Der Betrieb ist ganzjährig ab 10 Uhr geöffnet, Dienstag ist Ruhetag. Die Gemeinde beschreibt das familiengeführte Gasthaus als ruhigen Ort zum Verweilen mit gemütlichen Gaststuben und Biergarten mit Aussicht. Damit wird Schwarzlack auch kulinarisch zu einem runden Ausflugsziel: Erst der Weg durch den Wald, dann die Kirche als historischer und spiritueller Mittelpunkt, anschließend die Einkehr mit regionaler Küche. Für viele Besucher ist genau diese Abfolge der Grund, warum Schwarzlack im Gedächtnis bleibt. Es ist ein Ort, an dem man nicht nur vorbeikommt, sondern bewusst innehält. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/essen-trinken/gastronomie/berggasthaus-schwarzlack-cbc85037bb?utm_source=openai))
Quellen:
- Wallfahrtskirche Heilige Maria - Brannenburg
- Chiemsee-Alpenland - Wallfahrtskirche Mariahilf und St. Johann Nepomuk auf Schwarzlack
- Chiemsee-Alpenland - Schwarzlack-Runde BR5
- Chiemsee-Alpenland - Berggasthaus Schwarzlack
- Gasthaus Schwarzlack - Anfahrt
- OVB Online - Inngau-Trachtenverband pilgert zur Wallfahrtskirche Schwarzlack
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