
Kiefersfelden
Dorfstraße 18, 83088 Kiefersfelden, Deutschland
Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz | Geschichte & Patrozinium
Die Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz ist eines der prägenden geistlichen Bauwerke von Kiefersfelden und verbindet Ortsgeschichte, Kunsthandwerk und gelebte Liturgie auf besondere Weise. Der Pfarrverband Oberes Inntal führt die Kirche als zentrale Pfarrkirche des Ortes, während die ältere Heilig-Kreuz-Kirche am Buchberg den historischen Ursprung der lokalen Kreuzverehrung sichtbar macht. Wer die Location besucht, begegnet daher nicht nur einem Kirchenbau, sondern einem gewachsenen Ensemble aus Erinnerung, Glauben und regionaler Baukultur. Genau diese Verbindung aus neuer Pfarrkirche, alter Bergfriedhofkirche und den bis heute gepflegten Festen macht Heilig Kreuz in Kiefersfelden für Besucher, Gläubige und kulturinteressierte Gäste gleichermaßen spannend. Die touristische und kirchliche Darstellung betont den neubarocken Charakter der Kirche, den Marmoraltar, die Fresken und die Einbindung in die Kapellenwanderung durch den Ort. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Geschichte der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden
Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche beginnt mit einer sehr praktischen Frage: Die alte Kirche am Buchberg war für die wachsende Gemeinde zu klein geworden, sodass Pfarrer Gierl eine neue Pfarrkirche plante. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Juli 1904, die Einweihung am 5. Mai 1907. Damit erhielt Kiefersfelden ein neues Zentrum des katholischen Gemeindelebens, das die alte Tradition nicht verdrängte, sondern räumlich und liturgisch ergänzte. Der Architekt Johann Baptist Schott entwarf die Kirche im neubarocken Stil, also in einer Formensprache, die historische Würde, klare Achsen und repräsentative Innenwirkung miteinander verbindet. Besonders wichtig ist dabei, dass nicht irgendeine Ausstattung gewählt wurde, sondern dass das in Kiefersfelden ansässige Marmorwerk die Kirche mit einem prächtigen Altar und später auch mit den Seitenaltären ausstattete. Damit blieb der Bau nicht nur ein Sakralraum, sondern wurde auch zu einem sichtbaren Zeugnis lokaler Handwerks- und Industriegeschichte. Der Marmoraltar erhielt 1905 auf der Ausstellung in Nürnberg eine Goldmedaille, was seine Qualität schon früh bestätigte. Nach den Belastungen von zwei Weltkriegen und mehreren Notzeiten wurde die Innenausstattung erst 1946 mit der Fertigstellung der Seitenaltäre durch die Marmorindustrie Kiefer AG endgültig abgeschlossen. Im Mai 2007 konnte die Gemeinde deshalb bereits das hundertjährige Jubiläum der Kirchweihe feiern, was zeigt, wie stark die Kirche in Kiefersfelden bis heute als identitätsstiftender Ort wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Marmoraltar, Deckenfresken und neubarocker Kirchenbau
Architektonisch lebt die Pfarrkirche Heilig Kreuz von ihrer Verbindung aus historisierender Außenform und kunstvoller Innenausstattung. Der neubarocke Stil sorgt für eine feierliche, aber nicht überladene Wirkung, die den Blick auf Altarraum, Decken und Seitenwände lenkt. Besonders auffällig ist der Marmoraltar, der aus dem ortsansässigen Werk stammt und 1905 in Nürnberg ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung ist mehr als eine Randnotiz: Sie zeigt, dass die Kirche von Beginn an mit einem hohen künstlerischen Anspruch ausgestattet wurde. Auch die Seitenaltäre gehören zu diesem Gesamtbild und ergänzen den Hauptaltar zu einem harmonischen Raumprogramm, das den liturgischen Mittelpunkt klar betont. Hinzu kommen die Deckenfresken von Waldemar Kolmsperger aus dem Jahr 1926. Sie zeigen den Triumph des Kreuzes mit zeitgenössischen Personen, die Vision Kaiser Konstantins und die Kreuzauffindung durch Helena. Diese Bildwelt verknüpft die Heilsgeschichte mit kirchlicher Erinnerung und macht die Decke selbst zu einem erzählenden Teil des Raums. Am Hochaltar wiederum ist die Kreuzauffindung durch Kaiser Heraklius dargestellt; damit wird das alte Patrozinium am 3. Mai inhaltlich aufgenommen und in den Kirchenraum übersetzt. Dass die Innenausstattung erst 1946 in ihrer heutigen Form abgeschlossen wurde, macht den Raum zusätzlich interessant: Er ist nicht einfach ein Bau aus einem Guss, sondern ein über Jahrzehnte gewachsener Sakralraum, in dem Kunst, Liturgie und lokale Geschichte zusammenfinden. Genau dieser lange Entstehungsprozess prägt die besondere Atmosphäre der Kirche bis heute. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Alte Pfarrkirche, Heiliges Grab und Weihnachtskrippe
Zur Geschichte von Heilig Kreuz in Kiefersfelden gehört untrennbar die ältere Kirche am Buchberg, die heute als Alte Pfarrkirche bekannt ist. Sie steht gut sichtbar im Bergfriedhof über dem Ort und wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Die kirchliche Überlieferung geht jedoch davon aus, dass sie noch älter ist, weil in jener Zeit vorhandene Gebäude lediglich registriert wurden. Vermutlich sind sogar noch Reste des ursprünglichen gotischen Baus im Fundament erhalten. Um die Kirche gruppieren sich die Gräber der verstorbenen Kieferer, wodurch der Ort bis heute als stiller Erinnerungsraum wirkt. Ihre heutige Gestalt verdankt die Kirche einem Umbau um 1685; die barocke Ausstattung mit dem Hochaltar, an dem die Heilige Helena bei der Kreuzerhöhung dargestellt ist, gibt ein eindrucksvolles Zeugnis regionaler Handwerkskunst. Die Alte Pfarrkirche ist jedoch nicht nur ein Denkmal, sondern wird weiterhin lebendig genutzt. Besonders sichtbar wird das in der Karwoche, wenn am Samstag vor Palmsonntag das Heilige Grab aufgebaut wird. Diese Tradition geht auf eine Stiftung der Theatergesellschaft von Kiefersfelden aus dem Jahr 1809 zurück und wird bis heute von engagierten Männern und Frauen fortgeführt. Über 100 Glaskugeln beleuchten das Grab und schaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre aus Licht, Stille und Hoffnung. Auch zur Weihnachtszeit spielt die Alte Pfarrkirche eine besondere Rolle: Zur Krippenlegung kommen zahlreiche Gläubige, und die große Weihnachtskrippe erstreckt sich über die gesamte Breite des hinteren Kirchenteils. Bis Mariä Lichtmess werden dort wechselnde Szenen gezeigt, sodass der Raum über Wochen hinweg als lebendige Weihnachtslandschaft erfahrbar bleibt. Diese Mischung aus Geschichte, Brauchtum und Liturgie macht die Alte Pfarrkirche zu einem der stärksten Erlebnisse im Kiefersfeldener Kirchenensemble. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/Alte-Pfarrkirche))
Patrozinium und Kirchweihfest in Kiefersfelden
Seit der Kirchweihe 1907 feiert Kiefersfelden zwei große Kirchenfeste, die die Bedeutung von Heilig Kreuz im Jahreslauf besonders deutlich machen. Das erste Kieferer Fest ist das Kirchweihfest der Pfarrkirche Heilig Kreuz, das in der Regel am ersten Sonntag im Mai gefeiert wird. Das zweite Kieferer Fest ist das Patrozinium am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, das üblicherweise am nächstliegenden Sonntag begangen wird. Inhaltlich erinnert dieses Fest an die Präsentation des wahren Kreuzes Christi und damit an einen zentralen Gedanken der Kreuzverehrung. Die kirchliche Darstellung verweist auf Helena, die 325 in Jerusalem nach dem Kreuz Christi suchen ließ, und auf die frühe Festtradition, die bereits im 4. Jahrhundert nachweisbar ist. In Kiefersfelden bekommt dieses Patrozinium durch die besondere Widmung gleich zweier Kirchen an das Heilige Kreuz zusätzliches Gewicht. Die Pfarrkirche und die Alte Pfarrkirche am Buchberg stehen gemeinsam für diese Kreuztradition, weshalb der Patroziniumsgottesdienst kirchenmusikalisch besonders gestaltet wird. Am Schluss des Festes wird der Wettersegen mit der kostbaren Kreuzreliquie erteilt, was den geistlichen Höhepunkt des Tages markiert. Anschließend trifft sich die Gemeinde im Pfarrheim zum Frühschoppen. Dadurch bleibt das Fest nicht auf den Gottesdienst beschränkt, sondern setzt sich als gemeinschaftliches Ereignis fort. Für Besucher ist gerade diese Verbindung aus feierlicher Liturgie, musikalischer Gestaltung und geselligem Ausklang interessant, weil sie zeigt, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden nicht nur ein historisches Baudenkmal ist, sondern ein lebendiger Ort des Dorf- und Pfarrlebens. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Feste/Patrozinium))
Lage, Kapellenwanderweg und Besuchsinformationen
Die Lage der Pfarrkirche ist für Besucher besonders praktisch, weil sie mitten in das geistliche Wegenetz von Kiefersfelden eingebunden ist. Die Touristinformation hat eine Kapellenwanderung dokumentiert, die durch den Ort bis Kohlstatt führt und an vier Kapellen sowie zwei Kirchen vorbeiläuft. In dieser Rundwanderung sind die Heilig-Kreuz-Kirche, die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof und weitere Stationen miteinander verbunden, sodass die Kirche nicht isoliert, sondern als Teil einer historischen Landschaft erlebt werden kann. Für den Besuchsalltag ist außerdem wichtig, dass die Pfarrkirche Hl. Kreuz und die Sebastiani-Kapelle in der Regel täglich zugänglich sind. Die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof ist ebenfalls zugänglich, allerdings saisonal: täglich vom 1. Mai bis 30. September sowie vom 1. Advent bis zum 2. Februar, zusätzlich von Gründonnerstag bis zum Sonntag nach Ostern, wenn Heiliges Grab und Passionszeit im Mittelpunkt stehen. Dieser Rhythmus zeigt, wie stark der Zugang an das Kirchenjahr gebunden ist. Auch die offizielle Pfarrkirchenbeschreibung und der Tourismuseintrag nennen die Adresse und Kontaktmöglichkeiten der Pfarrei, was die Kirche als reale Anlaufstelle für Gottesdienst, Besichtigung und Seelsorge verankert. Die Lage an der Kapellenwanderung und die regelmäßige Zugänglichkeit machen die Pfarrkirche zu einem guten Ausgangspunkt für alle, die Kiefersfelden nicht nur durchqueren, sondern spirituell und kulturell entdecken möchten. Wer sich für sakrale Architektur interessiert, findet hier ein besonders dichtes Netz aus historischen Kirchen, Wegen, Festen und Landschaft. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Aktuelle-Nachrichten/veranstaltungen/Kapellenwanderung-in-Kiefersfelden?utm_source=openai))
Pfarrheim und Gemeindeleben rund um Heilig Kreuz
Zur Bedeutung der Pfarrkirche gehört nicht nur der Bau selbst, sondern auch das Leben, das sich um ihn herum organisiert. Das Pfarrbüro und das Pfarrheim bilden die organisatorische Basis der Gemeinde, und gerade das Pfarrheim hat im örtlichen Alltag eine wichtige Funktion. Es wurde vom Architekturbüro Stolz in Rosenheim geplant und im Mai 2002 eingeweiht; im Rahmen der Architektouren 2003 wurde es sogar ausgezeichnet. Damit zeigt auch dieser Bereich, dass Kiefersfelden bei Heilig Kreuz Wert auf Qualität, Funktionalität und eine zeitgemäße Form kirchlicher Infrastruktur legt. Für das Gemeindeleben ist das bedeutsam, weil kirchliche Feste, Besprechungen, Gruppenstunden und Begegnungen nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern in einem gut ausgestatteten Umfeld. Die Berichte aus dem Pfarrverband zeigen außerdem, dass die Pfarrkirche immer wieder für Gottesdienste, Firmungen, Palmprozessionen und andere Anlässe genutzt wird. So wird deutlich, dass Heilig Kreuz kein stilles Museumsobjekt ist, sondern ein aktiv genutzter Ort des Glaubens. Gerade in Verbindung mit den saisonalen Traditionen der Alten Pfarrkirche, mit der Krippenzeit und dem Heiligen Grab sowie mit dem Patrozinium und dem Kirchweihfest entsteht ein Kirchenraum, der über das Jahr hinweg unterschiedliche Gemeinschaftserfahrungen ermöglicht. Wer die Pfarrkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur Architektur und Kunst, sondern auch eine Gemeinde, die ihre Geschichte pflegt und zugleich offen für Gegenwart und Zukunft bleibt. Diese Kontinuität ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden als geistlicher Mittelpunkt des Ortes wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Pfarrbuero?utm_source=openai))
Quellen:
- Pfarrkirche Hl. Kreuz - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Patrozinium Hl. Kreuz Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Kapellenwanderung in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Pfarrkirche Heilig Kreuz - Chiemsee-Alpenland Tourismus
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Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz | Geschichte & Patrozinium
Die Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz ist eines der prägenden geistlichen Bauwerke von Kiefersfelden und verbindet Ortsgeschichte, Kunsthandwerk und gelebte Liturgie auf besondere Weise. Der Pfarrverband Oberes Inntal führt die Kirche als zentrale Pfarrkirche des Ortes, während die ältere Heilig-Kreuz-Kirche am Buchberg den historischen Ursprung der lokalen Kreuzverehrung sichtbar macht. Wer die Location besucht, begegnet daher nicht nur einem Kirchenbau, sondern einem gewachsenen Ensemble aus Erinnerung, Glauben und regionaler Baukultur. Genau diese Verbindung aus neuer Pfarrkirche, alter Bergfriedhofkirche und den bis heute gepflegten Festen macht Heilig Kreuz in Kiefersfelden für Besucher, Gläubige und kulturinteressierte Gäste gleichermaßen spannend. Die touristische und kirchliche Darstellung betont den neubarocken Charakter der Kirche, den Marmoraltar, die Fresken und die Einbindung in die Kapellenwanderung durch den Ort. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Geschichte der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden
Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche beginnt mit einer sehr praktischen Frage: Die alte Kirche am Buchberg war für die wachsende Gemeinde zu klein geworden, sodass Pfarrer Gierl eine neue Pfarrkirche plante. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Juli 1904, die Einweihung am 5. Mai 1907. Damit erhielt Kiefersfelden ein neues Zentrum des katholischen Gemeindelebens, das die alte Tradition nicht verdrängte, sondern räumlich und liturgisch ergänzte. Der Architekt Johann Baptist Schott entwarf die Kirche im neubarocken Stil, also in einer Formensprache, die historische Würde, klare Achsen und repräsentative Innenwirkung miteinander verbindet. Besonders wichtig ist dabei, dass nicht irgendeine Ausstattung gewählt wurde, sondern dass das in Kiefersfelden ansässige Marmorwerk die Kirche mit einem prächtigen Altar und später auch mit den Seitenaltären ausstattete. Damit blieb der Bau nicht nur ein Sakralraum, sondern wurde auch zu einem sichtbaren Zeugnis lokaler Handwerks- und Industriegeschichte. Der Marmoraltar erhielt 1905 auf der Ausstellung in Nürnberg eine Goldmedaille, was seine Qualität schon früh bestätigte. Nach den Belastungen von zwei Weltkriegen und mehreren Notzeiten wurde die Innenausstattung erst 1946 mit der Fertigstellung der Seitenaltäre durch die Marmorindustrie Kiefer AG endgültig abgeschlossen. Im Mai 2007 konnte die Gemeinde deshalb bereits das hundertjährige Jubiläum der Kirchweihe feiern, was zeigt, wie stark die Kirche in Kiefersfelden bis heute als identitätsstiftender Ort wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Marmoraltar, Deckenfresken und neubarocker Kirchenbau
Architektonisch lebt die Pfarrkirche Heilig Kreuz von ihrer Verbindung aus historisierender Außenform und kunstvoller Innenausstattung. Der neubarocke Stil sorgt für eine feierliche, aber nicht überladene Wirkung, die den Blick auf Altarraum, Decken und Seitenwände lenkt. Besonders auffällig ist der Marmoraltar, der aus dem ortsansässigen Werk stammt und 1905 in Nürnberg ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung ist mehr als eine Randnotiz: Sie zeigt, dass die Kirche von Beginn an mit einem hohen künstlerischen Anspruch ausgestattet wurde. Auch die Seitenaltäre gehören zu diesem Gesamtbild und ergänzen den Hauptaltar zu einem harmonischen Raumprogramm, das den liturgischen Mittelpunkt klar betont. Hinzu kommen die Deckenfresken von Waldemar Kolmsperger aus dem Jahr 1926. Sie zeigen den Triumph des Kreuzes mit zeitgenössischen Personen, die Vision Kaiser Konstantins und die Kreuzauffindung durch Helena. Diese Bildwelt verknüpft die Heilsgeschichte mit kirchlicher Erinnerung und macht die Decke selbst zu einem erzählenden Teil des Raums. Am Hochaltar wiederum ist die Kreuzauffindung durch Kaiser Heraklius dargestellt; damit wird das alte Patrozinium am 3. Mai inhaltlich aufgenommen und in den Kirchenraum übersetzt. Dass die Innenausstattung erst 1946 in ihrer heutigen Form abgeschlossen wurde, macht den Raum zusätzlich interessant: Er ist nicht einfach ein Bau aus einem Guss, sondern ein über Jahrzehnte gewachsener Sakralraum, in dem Kunst, Liturgie und lokale Geschichte zusammenfinden. Genau dieser lange Entstehungsprozess prägt die besondere Atmosphäre der Kirche bis heute. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Alte Pfarrkirche, Heiliges Grab und Weihnachtskrippe
Zur Geschichte von Heilig Kreuz in Kiefersfelden gehört untrennbar die ältere Kirche am Buchberg, die heute als Alte Pfarrkirche bekannt ist. Sie steht gut sichtbar im Bergfriedhof über dem Ort und wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Die kirchliche Überlieferung geht jedoch davon aus, dass sie noch älter ist, weil in jener Zeit vorhandene Gebäude lediglich registriert wurden. Vermutlich sind sogar noch Reste des ursprünglichen gotischen Baus im Fundament erhalten. Um die Kirche gruppieren sich die Gräber der verstorbenen Kieferer, wodurch der Ort bis heute als stiller Erinnerungsraum wirkt. Ihre heutige Gestalt verdankt die Kirche einem Umbau um 1685; die barocke Ausstattung mit dem Hochaltar, an dem die Heilige Helena bei der Kreuzerhöhung dargestellt ist, gibt ein eindrucksvolles Zeugnis regionaler Handwerkskunst. Die Alte Pfarrkirche ist jedoch nicht nur ein Denkmal, sondern wird weiterhin lebendig genutzt. Besonders sichtbar wird das in der Karwoche, wenn am Samstag vor Palmsonntag das Heilige Grab aufgebaut wird. Diese Tradition geht auf eine Stiftung der Theatergesellschaft von Kiefersfelden aus dem Jahr 1809 zurück und wird bis heute von engagierten Männern und Frauen fortgeführt. Über 100 Glaskugeln beleuchten das Grab und schaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre aus Licht, Stille und Hoffnung. Auch zur Weihnachtszeit spielt die Alte Pfarrkirche eine besondere Rolle: Zur Krippenlegung kommen zahlreiche Gläubige, und die große Weihnachtskrippe erstreckt sich über die gesamte Breite des hinteren Kirchenteils. Bis Mariä Lichtmess werden dort wechselnde Szenen gezeigt, sodass der Raum über Wochen hinweg als lebendige Weihnachtslandschaft erfahrbar bleibt. Diese Mischung aus Geschichte, Brauchtum und Liturgie macht die Alte Pfarrkirche zu einem der stärksten Erlebnisse im Kiefersfeldener Kirchenensemble. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/Alte-Pfarrkirche))
Patrozinium und Kirchweihfest in Kiefersfelden
Seit der Kirchweihe 1907 feiert Kiefersfelden zwei große Kirchenfeste, die die Bedeutung von Heilig Kreuz im Jahreslauf besonders deutlich machen. Das erste Kieferer Fest ist das Kirchweihfest der Pfarrkirche Heilig Kreuz, das in der Regel am ersten Sonntag im Mai gefeiert wird. Das zweite Kieferer Fest ist das Patrozinium am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, das üblicherweise am nächstliegenden Sonntag begangen wird. Inhaltlich erinnert dieses Fest an die Präsentation des wahren Kreuzes Christi und damit an einen zentralen Gedanken der Kreuzverehrung. Die kirchliche Darstellung verweist auf Helena, die 325 in Jerusalem nach dem Kreuz Christi suchen ließ, und auf die frühe Festtradition, die bereits im 4. Jahrhundert nachweisbar ist. In Kiefersfelden bekommt dieses Patrozinium durch die besondere Widmung gleich zweier Kirchen an das Heilige Kreuz zusätzliches Gewicht. Die Pfarrkirche und die Alte Pfarrkirche am Buchberg stehen gemeinsam für diese Kreuztradition, weshalb der Patroziniumsgottesdienst kirchenmusikalisch besonders gestaltet wird. Am Schluss des Festes wird der Wettersegen mit der kostbaren Kreuzreliquie erteilt, was den geistlichen Höhepunkt des Tages markiert. Anschließend trifft sich die Gemeinde im Pfarrheim zum Frühschoppen. Dadurch bleibt das Fest nicht auf den Gottesdienst beschränkt, sondern setzt sich als gemeinschaftliches Ereignis fort. Für Besucher ist gerade diese Verbindung aus feierlicher Liturgie, musikalischer Gestaltung und geselligem Ausklang interessant, weil sie zeigt, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden nicht nur ein historisches Baudenkmal ist, sondern ein lebendiger Ort des Dorf- und Pfarrlebens. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Feste/Patrozinium))
Lage, Kapellenwanderweg und Besuchsinformationen
Die Lage der Pfarrkirche ist für Besucher besonders praktisch, weil sie mitten in das geistliche Wegenetz von Kiefersfelden eingebunden ist. Die Touristinformation hat eine Kapellenwanderung dokumentiert, die durch den Ort bis Kohlstatt führt und an vier Kapellen sowie zwei Kirchen vorbeiläuft. In dieser Rundwanderung sind die Heilig-Kreuz-Kirche, die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof und weitere Stationen miteinander verbunden, sodass die Kirche nicht isoliert, sondern als Teil einer historischen Landschaft erlebt werden kann. Für den Besuchsalltag ist außerdem wichtig, dass die Pfarrkirche Hl. Kreuz und die Sebastiani-Kapelle in der Regel täglich zugänglich sind. Die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof ist ebenfalls zugänglich, allerdings saisonal: täglich vom 1. Mai bis 30. September sowie vom 1. Advent bis zum 2. Februar, zusätzlich von Gründonnerstag bis zum Sonntag nach Ostern, wenn Heiliges Grab und Passionszeit im Mittelpunkt stehen. Dieser Rhythmus zeigt, wie stark der Zugang an das Kirchenjahr gebunden ist. Auch die offizielle Pfarrkirchenbeschreibung und der Tourismuseintrag nennen die Adresse und Kontaktmöglichkeiten der Pfarrei, was die Kirche als reale Anlaufstelle für Gottesdienst, Besichtigung und Seelsorge verankert. Die Lage an der Kapellenwanderung und die regelmäßige Zugänglichkeit machen die Pfarrkirche zu einem guten Ausgangspunkt für alle, die Kiefersfelden nicht nur durchqueren, sondern spirituell und kulturell entdecken möchten. Wer sich für sakrale Architektur interessiert, findet hier ein besonders dichtes Netz aus historischen Kirchen, Wegen, Festen und Landschaft. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Aktuelle-Nachrichten/veranstaltungen/Kapellenwanderung-in-Kiefersfelden?utm_source=openai))
Pfarrheim und Gemeindeleben rund um Heilig Kreuz
Zur Bedeutung der Pfarrkirche gehört nicht nur der Bau selbst, sondern auch das Leben, das sich um ihn herum organisiert. Das Pfarrbüro und das Pfarrheim bilden die organisatorische Basis der Gemeinde, und gerade das Pfarrheim hat im örtlichen Alltag eine wichtige Funktion. Es wurde vom Architekturbüro Stolz in Rosenheim geplant und im Mai 2002 eingeweiht; im Rahmen der Architektouren 2003 wurde es sogar ausgezeichnet. Damit zeigt auch dieser Bereich, dass Kiefersfelden bei Heilig Kreuz Wert auf Qualität, Funktionalität und eine zeitgemäße Form kirchlicher Infrastruktur legt. Für das Gemeindeleben ist das bedeutsam, weil kirchliche Feste, Besprechungen, Gruppenstunden und Begegnungen nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern in einem gut ausgestatteten Umfeld. Die Berichte aus dem Pfarrverband zeigen außerdem, dass die Pfarrkirche immer wieder für Gottesdienste, Firmungen, Palmprozessionen und andere Anlässe genutzt wird. So wird deutlich, dass Heilig Kreuz kein stilles Museumsobjekt ist, sondern ein aktiv genutzter Ort des Glaubens. Gerade in Verbindung mit den saisonalen Traditionen der Alten Pfarrkirche, mit der Krippenzeit und dem Heiligen Grab sowie mit dem Patrozinium und dem Kirchweihfest entsteht ein Kirchenraum, der über das Jahr hinweg unterschiedliche Gemeinschaftserfahrungen ermöglicht. Wer die Pfarrkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur Architektur und Kunst, sondern auch eine Gemeinde, die ihre Geschichte pflegt und zugleich offen für Gegenwart und Zukunft bleibt. Diese Kontinuität ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden als geistlicher Mittelpunkt des Ortes wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Pfarrbuero?utm_source=openai))
Quellen:
- Pfarrkirche Hl. Kreuz - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Patrozinium Hl. Kreuz Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Kapellenwanderung in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Pfarrkirche Heilig Kreuz - Chiemsee-Alpenland Tourismus
Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz | Geschichte & Patrozinium
Die Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz ist eines der prägenden geistlichen Bauwerke von Kiefersfelden und verbindet Ortsgeschichte, Kunsthandwerk und gelebte Liturgie auf besondere Weise. Der Pfarrverband Oberes Inntal führt die Kirche als zentrale Pfarrkirche des Ortes, während die ältere Heilig-Kreuz-Kirche am Buchberg den historischen Ursprung der lokalen Kreuzverehrung sichtbar macht. Wer die Location besucht, begegnet daher nicht nur einem Kirchenbau, sondern einem gewachsenen Ensemble aus Erinnerung, Glauben und regionaler Baukultur. Genau diese Verbindung aus neuer Pfarrkirche, alter Bergfriedhofkirche und den bis heute gepflegten Festen macht Heilig Kreuz in Kiefersfelden für Besucher, Gläubige und kulturinteressierte Gäste gleichermaßen spannend. Die touristische und kirchliche Darstellung betont den neubarocken Charakter der Kirche, den Marmoraltar, die Fresken und die Einbindung in die Kapellenwanderung durch den Ort. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Geschichte der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden
Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche beginnt mit einer sehr praktischen Frage: Die alte Kirche am Buchberg war für die wachsende Gemeinde zu klein geworden, sodass Pfarrer Gierl eine neue Pfarrkirche plante. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Juli 1904, die Einweihung am 5. Mai 1907. Damit erhielt Kiefersfelden ein neues Zentrum des katholischen Gemeindelebens, das die alte Tradition nicht verdrängte, sondern räumlich und liturgisch ergänzte. Der Architekt Johann Baptist Schott entwarf die Kirche im neubarocken Stil, also in einer Formensprache, die historische Würde, klare Achsen und repräsentative Innenwirkung miteinander verbindet. Besonders wichtig ist dabei, dass nicht irgendeine Ausstattung gewählt wurde, sondern dass das in Kiefersfelden ansässige Marmorwerk die Kirche mit einem prächtigen Altar und später auch mit den Seitenaltären ausstattete. Damit blieb der Bau nicht nur ein Sakralraum, sondern wurde auch zu einem sichtbaren Zeugnis lokaler Handwerks- und Industriegeschichte. Der Marmoraltar erhielt 1905 auf der Ausstellung in Nürnberg eine Goldmedaille, was seine Qualität schon früh bestätigte. Nach den Belastungen von zwei Weltkriegen und mehreren Notzeiten wurde die Innenausstattung erst 1946 mit der Fertigstellung der Seitenaltäre durch die Marmorindustrie Kiefer AG endgültig abgeschlossen. Im Mai 2007 konnte die Gemeinde deshalb bereits das hundertjährige Jubiläum der Kirchweihe feiern, was zeigt, wie stark die Kirche in Kiefersfelden bis heute als identitätsstiftender Ort wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Marmoraltar, Deckenfresken und neubarocker Kirchenbau
Architektonisch lebt die Pfarrkirche Heilig Kreuz von ihrer Verbindung aus historisierender Außenform und kunstvoller Innenausstattung. Der neubarocke Stil sorgt für eine feierliche, aber nicht überladene Wirkung, die den Blick auf Altarraum, Decken und Seitenwände lenkt. Besonders auffällig ist der Marmoraltar, der aus dem ortsansässigen Werk stammt und 1905 in Nürnberg ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung ist mehr als eine Randnotiz: Sie zeigt, dass die Kirche von Beginn an mit einem hohen künstlerischen Anspruch ausgestattet wurde. Auch die Seitenaltäre gehören zu diesem Gesamtbild und ergänzen den Hauptaltar zu einem harmonischen Raumprogramm, das den liturgischen Mittelpunkt klar betont. Hinzu kommen die Deckenfresken von Waldemar Kolmsperger aus dem Jahr 1926. Sie zeigen den Triumph des Kreuzes mit zeitgenössischen Personen, die Vision Kaiser Konstantins und die Kreuzauffindung durch Helena. Diese Bildwelt verknüpft die Heilsgeschichte mit kirchlicher Erinnerung und macht die Decke selbst zu einem erzählenden Teil des Raums. Am Hochaltar wiederum ist die Kreuzauffindung durch Kaiser Heraklius dargestellt; damit wird das alte Patrozinium am 3. Mai inhaltlich aufgenommen und in den Kirchenraum übersetzt. Dass die Innenausstattung erst 1946 in ihrer heutigen Form abgeschlossen wurde, macht den Raum zusätzlich interessant: Er ist nicht einfach ein Bau aus einem Guss, sondern ein über Jahrzehnte gewachsener Sakralraum, in dem Kunst, Liturgie und lokale Geschichte zusammenfinden. Genau dieser lange Entstehungsprozess prägt die besondere Atmosphäre der Kirche bis heute. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/HL-Kreuz))
Alte Pfarrkirche, Heiliges Grab und Weihnachtskrippe
Zur Geschichte von Heilig Kreuz in Kiefersfelden gehört untrennbar die ältere Kirche am Buchberg, die heute als Alte Pfarrkirche bekannt ist. Sie steht gut sichtbar im Bergfriedhof über dem Ort und wurde 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Die kirchliche Überlieferung geht jedoch davon aus, dass sie noch älter ist, weil in jener Zeit vorhandene Gebäude lediglich registriert wurden. Vermutlich sind sogar noch Reste des ursprünglichen gotischen Baus im Fundament erhalten. Um die Kirche gruppieren sich die Gräber der verstorbenen Kieferer, wodurch der Ort bis heute als stiller Erinnerungsraum wirkt. Ihre heutige Gestalt verdankt die Kirche einem Umbau um 1685; die barocke Ausstattung mit dem Hochaltar, an dem die Heilige Helena bei der Kreuzerhöhung dargestellt ist, gibt ein eindrucksvolles Zeugnis regionaler Handwerkskunst. Die Alte Pfarrkirche ist jedoch nicht nur ein Denkmal, sondern wird weiterhin lebendig genutzt. Besonders sichtbar wird das in der Karwoche, wenn am Samstag vor Palmsonntag das Heilige Grab aufgebaut wird. Diese Tradition geht auf eine Stiftung der Theatergesellschaft von Kiefersfelden aus dem Jahr 1809 zurück und wird bis heute von engagierten Männern und Frauen fortgeführt. Über 100 Glaskugeln beleuchten das Grab und schaffen eine eindrucksvolle Atmosphäre aus Licht, Stille und Hoffnung. Auch zur Weihnachtszeit spielt die Alte Pfarrkirche eine besondere Rolle: Zur Krippenlegung kommen zahlreiche Gläubige, und die große Weihnachtskrippe erstreckt sich über die gesamte Breite des hinteren Kirchenteils. Bis Mariä Lichtmess werden dort wechselnde Szenen gezeigt, sodass der Raum über Wochen hinweg als lebendige Weihnachtslandschaft erfahrbar bleibt. Diese Mischung aus Geschichte, Brauchtum und Liturgie macht die Alte Pfarrkirche zu einem der stärksten Erlebnisse im Kiefersfeldener Kirchenensemble. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Kirchen-Kapellen/Alte-Pfarrkirche))
Patrozinium und Kirchweihfest in Kiefersfelden
Seit der Kirchweihe 1907 feiert Kiefersfelden zwei große Kirchenfeste, die die Bedeutung von Heilig Kreuz im Jahreslauf besonders deutlich machen. Das erste Kieferer Fest ist das Kirchweihfest der Pfarrkirche Heilig Kreuz, das in der Regel am ersten Sonntag im Mai gefeiert wird. Das zweite Kieferer Fest ist das Patrozinium am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, das üblicherweise am nächstliegenden Sonntag begangen wird. Inhaltlich erinnert dieses Fest an die Präsentation des wahren Kreuzes Christi und damit an einen zentralen Gedanken der Kreuzverehrung. Die kirchliche Darstellung verweist auf Helena, die 325 in Jerusalem nach dem Kreuz Christi suchen ließ, und auf die frühe Festtradition, die bereits im 4. Jahrhundert nachweisbar ist. In Kiefersfelden bekommt dieses Patrozinium durch die besondere Widmung gleich zweier Kirchen an das Heilige Kreuz zusätzliches Gewicht. Die Pfarrkirche und die Alte Pfarrkirche am Buchberg stehen gemeinsam für diese Kreuztradition, weshalb der Patroziniumsgottesdienst kirchenmusikalisch besonders gestaltet wird. Am Schluss des Festes wird der Wettersegen mit der kostbaren Kreuzreliquie erteilt, was den geistlichen Höhepunkt des Tages markiert. Anschließend trifft sich die Gemeinde im Pfarrheim zum Frühschoppen. Dadurch bleibt das Fest nicht auf den Gottesdienst beschränkt, sondern setzt sich als gemeinschaftliches Ereignis fort. Für Besucher ist gerade diese Verbindung aus feierlicher Liturgie, musikalischer Gestaltung und geselligem Ausklang interessant, weil sie zeigt, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden nicht nur ein historisches Baudenkmal ist, sondern ein lebendiger Ort des Dorf- und Pfarrlebens. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Feste/Patrozinium))
Lage, Kapellenwanderweg und Besuchsinformationen
Die Lage der Pfarrkirche ist für Besucher besonders praktisch, weil sie mitten in das geistliche Wegenetz von Kiefersfelden eingebunden ist. Die Touristinformation hat eine Kapellenwanderung dokumentiert, die durch den Ort bis Kohlstatt führt und an vier Kapellen sowie zwei Kirchen vorbeiläuft. In dieser Rundwanderung sind die Heilig-Kreuz-Kirche, die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof und weitere Stationen miteinander verbunden, sodass die Kirche nicht isoliert, sondern als Teil einer historischen Landschaft erlebt werden kann. Für den Besuchsalltag ist außerdem wichtig, dass die Pfarrkirche Hl. Kreuz und die Sebastiani-Kapelle in der Regel täglich zugänglich sind. Die Alte Pfarrkirche am Bergfriedhof ist ebenfalls zugänglich, allerdings saisonal: täglich vom 1. Mai bis 30. September sowie vom 1. Advent bis zum 2. Februar, zusätzlich von Gründonnerstag bis zum Sonntag nach Ostern, wenn Heiliges Grab und Passionszeit im Mittelpunkt stehen. Dieser Rhythmus zeigt, wie stark der Zugang an das Kirchenjahr gebunden ist. Auch die offizielle Pfarrkirchenbeschreibung und der Tourismuseintrag nennen die Adresse und Kontaktmöglichkeiten der Pfarrei, was die Kirche als reale Anlaufstelle für Gottesdienst, Besichtigung und Seelsorge verankert. Die Lage an der Kapellenwanderung und die regelmäßige Zugänglichkeit machen die Pfarrkirche zu einem guten Ausgangspunkt für alle, die Kiefersfelden nicht nur durchqueren, sondern spirituell und kulturell entdecken möchten. Wer sich für sakrale Architektur interessiert, findet hier ein besonders dichtes Netz aus historischen Kirchen, Wegen, Festen und Landschaft. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Aktuelle-Nachrichten/veranstaltungen/Kapellenwanderung-in-Kiefersfelden?utm_source=openai))
Pfarrheim und Gemeindeleben rund um Heilig Kreuz
Zur Bedeutung der Pfarrkirche gehört nicht nur der Bau selbst, sondern auch das Leben, das sich um ihn herum organisiert. Das Pfarrbüro und das Pfarrheim bilden die organisatorische Basis der Gemeinde, und gerade das Pfarrheim hat im örtlichen Alltag eine wichtige Funktion. Es wurde vom Architekturbüro Stolz in Rosenheim geplant und im Mai 2002 eingeweiht; im Rahmen der Architektouren 2003 wurde es sogar ausgezeichnet. Damit zeigt auch dieser Bereich, dass Kiefersfelden bei Heilig Kreuz Wert auf Qualität, Funktionalität und eine zeitgemäße Form kirchlicher Infrastruktur legt. Für das Gemeindeleben ist das bedeutsam, weil kirchliche Feste, Besprechungen, Gruppenstunden und Begegnungen nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern in einem gut ausgestatteten Umfeld. Die Berichte aus dem Pfarrverband zeigen außerdem, dass die Pfarrkirche immer wieder für Gottesdienste, Firmungen, Palmprozessionen und andere Anlässe genutzt wird. So wird deutlich, dass Heilig Kreuz kein stilles Museumsobjekt ist, sondern ein aktiv genutzter Ort des Glaubens. Gerade in Verbindung mit den saisonalen Traditionen der Alten Pfarrkirche, mit der Krippenzeit und dem Heiligen Grab sowie mit dem Patrozinium und dem Kirchweihfest entsteht ein Kirchenraum, der über das Jahr hinweg unterschiedliche Gemeinschaftserfahrungen ermöglicht. Wer die Pfarrkirche besucht, erlebt deshalb nicht nur Architektur und Kunst, sondern auch eine Gemeinde, die ihre Geschichte pflegt und zugleich offen für Gegenwart und Zukunft bleibt. Diese Kontinuität ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Heilig Kreuz in Kiefersfelden als geistlicher Mittelpunkt des Ortes wahrgenommen wird. ([www2.erzbistum-muenchen.de](https://www2.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-oberes-inntal/Pfarrei_Kiefersfelden/Pfarrbuero?utm_source=openai))
Quellen:
- Pfarrkirche Hl. Kreuz - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Patrozinium Hl. Kreuz Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Alte Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Kapellenwanderung in Kiefersfelden - Erzbistum München und Freising
- Pfarrkirche Heilig Kreuz - Chiemsee-Alpenland Tourismus
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