
Oberaudorf
Am Schloßberg, 83080 Oberaudorf, Deutschland
Burgruine Auerburg | Geschichte & Aussicht
Die Burgruine Auerburg gehört zu den markantesten historischen Orten in Oberaudorf. Hoch über dem Ort auf dem Schlossberg gelegen, verbindet sie mittelalterliche Geschichte, kurze Wanderwege und eine außergewöhnliche Aussicht auf das Inntal und das Kaisergebirge. Wer die Auerburg besucht, erlebt keinen abgeschlossenen Museumsraum, sondern einen offenen Denkmalort, an dem sich Mauerreste, Fels, Wegführung und Landschaft unmittelbar begegnen. Genau diese Mischung macht die Ruine interessant für Geschichtsfreunde, Spaziergänger, Familien und Fotofans. Die Auerburg wurde 1329 erstmals ausdrücklich erwähnt, doch das Felsplateau war schon in der Bronzezeit besiedelt; später entwickelte sich hier eine Burg mit Pflegersitz und Landgericht. Nach Zerstörungen und dem Sprengen der Anlage blieb eine eindrucksvolle Ruine zurück, die heute über einen kurzen Aufstieg aus dem Ort erreichbar ist. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Geschichte der Burgruine Auerburg in Oberaudorf
Die historische Tiefe der Auerburg beginnt deutlich vor der eigentlichen Burgzeit. Das Felsplateau war bereits in der Bronzezeit besiedelt, also lange bevor im Hochmittelalter eine steinerne Burganlage entstand. Das ist für viele Besucher ein besonders spannender Gedanke: Der heutige Aussichtspunkt ist nicht nur eine mittelalterliche Ruine, sondern ein Ort, an dem Menschen schon vor Jahrtausenden Schutz, Überblick und strategische Lage genutzt haben. Nach den Angaben des Hauses der Bayerischen Geschichte entwickelte sich Mitte des 12. Jahrhunderts eine erste Steinburg. Die Lage auf dem Fels war ideal, denn sie kontrollierte den Weg durch das Inntal und verband Sicherheit mit Sichtweite. Spätestens in dieser Phase wurde aus einem exponierten Platz ein politisch und militärisch wichtiger Stützpunkt. Die Auerburg steht damit exemplarisch für jene bayerischen Höhen- und Felsenburgen, die nicht allein aus Repräsentation, sondern aus ganz praktischen Gründen errichtet wurden. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Die schriftlich fassbare Geschichte der Auerburg wird im 13. und 14. Jahrhundert konkreter. 1247 gelangten die bayerischen Herzöge in den Besitz der Burg, und 1329 wurde sie erstmals ausdrücklich erwähnt. Kurz zuvor hatte man sie zum Pflegersitz beziehungsweise zum Mittelpunkt eines eigenen Landgerichts erhoben. Damit war die Auerburg nicht nur Festung, sondern auch Verwaltungsmittelpunkt. Genau diese Doppelfunktion verleiht ihr bis heute historischen Reiz: Burgen waren im Mittelalter oft Machtzentren, in denen sich Herrschaft, Recht und militärische Kontrolle überlagerten. 1388 wurde die Burg nach den Konflikten jener Zeit instand gesetzt, später entstanden unterhalb der Burg eine Klause, zusätzliche Befestigungen wie eine Barbakane sowie neue Randgebäude. Die Anlage wurde damit immer komplexer und wehrhafter. Zugleich zeigt die Baugeschichte, wie sich Burgen im Lauf der Jahrhunderte veränderten, an neue Bedrohungen angepasst wurden und dabei ihre Gestalt mehrfach wandelten. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit geriet die Auerburg immer wieder in den Strudel regionaler Konflikte. Das Haus der Bayerischen Geschichte nennt eine Belagerung im Jahr 1505 während des Wittelsbacher Erbfolgekriegs, außerdem einen bereits verwahrlosten Zustand um 1620. 1704 wurde die Burg von österreichischen Truppen niedergebrannt, 1743 von pandurischen Söldnern erneut schwer beschädigt, und zwei Jahre später wurde sie gesprengt. Diese Kette aus Zerstörungen erklärt, warum heute keine geschlossene Burganlage mehr steht, sondern eine eindrucksvolle Ruinenlandschaft. Für den heutigen Besucher ist genau das jedoch ein Vorteil: Die verbliebenen Mauerzüge, die Linien des Felsens und die offene Topografie lassen die einstige Größe eher ahnen als vollständig festlegen. Von 1992 bis 1998 erfolgten Instandsetzungsarbeiten, die die Anlage für Besucher erschlossen und den Zugang deutlich verbesserten. Unter der Burg befindet sich außerdem ein Schauraum im Burgtor-Museum, der die Geschichte des Ortes zusätzlich sichtbar macht. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Anfahrt, Parken und der kurze Aufstieg zum Schlossberg
Die Burgruine Auerburg ist keine abgelegene Hochgebirgsruine, die nur nach einer langen Tour erreicht wird. Im Gegenteil: Einer der großen Pluspunkte ist der kurze und gut nachvollziehbare Zugang aus dem Ortszentrum von Oberaudorf. Die regionale Tourenbeschreibung beginnt an der Tourist-Information beziehungsweise am Rathausplatz und führt zunächst an der Kirche und am Burgtor vorbei. Danach folgt der Weg dem beschilderten Verlauf in Richtung Schloßberg, überquert die Hauptstraße und steigt dann über einen historischen Fahrweg hinauf. Wer die Auerburg besucht, erlebt also bereits auf dem Weg dorthin ein kleines Stück Ortsgeschichte, denn die Route verknüpft den Stadtraum mit dem historischen Burgberg. Unterwegs kommen ein Gatter, eine Weggabelung, Treppenstufen und schließlich die Brücke zur Ruine vor. Genau diese Abfolge macht den Aufstieg abwechslungsreich, aber nicht überfordernd. Die Region beschreibt ihn ausdrücklich als kurze Wanderung, familienfreundlich und kulturell-historisch geprägt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Für die praktische Planung ist das Thema Parken wichtig, denn viele Besucher möchten die Ruine mit einem kurzen Spaziergang oder einer kleinen Wanderung verbinden. Die offizielle Seite der Gemeinde nennt den Parkplatz Florianiberg in der Florianibergstraße als Anlaufpunkt. Die Tourenhinweise des Chiemsee-Alpenlands ergänzen, dass es im Ort mehrere Parkplätze gibt und alternativ auch am Luegsteinsee geparkt werden kann. Wer mit dem Zug anreist, kann Oberaudorf über die Strecke aus Richtung München, Rosenheim oder Kufstein erreichen und von dort zu Fuß weitergehen. Besonders angenehm ist, dass der Aufstieg nicht nur kurz, sondern auch gut markiert ist. In der Wegbeschreibung werden grüne Wegweiser mit der Beschriftung Schloßberg erwähnt, außerdem verweist die Region auf einen festen, klaren Verlauf durch das Ortsbild. Für den Besuch genügt daher meistens ein realistischer Zeitpuffer von einem halben Vormittag oder Nachmittag. Wer den Aufenthalt mit einem Museum, einer Einkehr oder einem Spaziergang am Luegsteinsee verbindet, erhält schnell einen ganzen Ausflugstag. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Fotos und Aussicht: Warum die Ruine Auerburg so fotogen ist
Wer nach Burgruine Auerburg Fotos sucht, sucht in Wahrheit nach einem sehr klaren Bildmotiv: historische Mauern auf einem Felsen, darunter der Ort Oberaudorf und dahinter die Bergwelt des Inntals. Genau diese Konstellation macht die Auerburg so fotogen. Die Ruine liegt am Schlossberg über dem Ort, und der Aufstieg wird mit einem weiten Blick über Oberaudorf und das Inntal belohnt. Die Tourenbeschreibung betont zusätzlich die Aussicht auf das Kaisergebirge und die tiroler Nachbarberge. Das bedeutet: Die Auerburg ist nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein klassischer Panorama- und Fotopunkt. Je nach Tageszeit verändert sich das Licht auf den Steinen, auf den Wiesen am Hang und auf den Bergen in der Ferne, wodurch sich sehr unterschiedliche Bildstimmungen ergeben. Besonders reizvoll sind klare Tage mit guter Fernsicht, weil dann die Konturen der Landschaft deutlich hervortreten und die Ruine ihre exponierte Lage besonders stark ausspielt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Der Blick von oben ist zugleich ein wichtiger Teil der historischen Erfahrung. Die Auerburg war einst genau deshalb von Bedeutung, weil sie Kontrolle über Wege und Talraum bot. Heute erleben Besucher dieselbe Topografie als Landschaftsbild. Das macht den Ort so stark: Geschichte und Perspektive fallen hier zusammen. Das Haus der Bayerischen Geschichte beschreibt den Baubestand als isoliert stehenden Felsklotz, der von einer mehrfach abwinkelnden Ringmauer umsäumt wurde. Von der nördlichen Frontseite aus sicherte ein mächtiger Halsgraben den Zugang, und ein Torvorwerk mit Barbakane trat weit vor. Auf dem Burgfels standen einst Bergfried, Küche, Palas und weitere Bauteile. Auch wenn vieles davon nur noch in Resten sichtbar ist, hilft diese Form der Anlage dabei, die Ruine als dreidimensionalen Raum zu lesen. Gerade für Fotofans ist das interessant, weil sich nicht nur ein einzelnes Motiv, sondern viele Blickachsen ergeben: vom Tal hinauf zur Burg, vom Burgfels in den Himmel und von den Mauerresten in die offene Berglandschaft. Wer die Auerburg besucht, sollte deshalb nicht nur das Hauptmotiv aufnehmen, sondern auch die Details der Steine, die Linien des Felsens und die Perspektive über den Rand hinaus. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Burgtor-Museum und der historische Rundweg rund um die Auerburg
Ein besonderes Plus der Burgruine Auerburg ist das Burgtor-Museum, das die Ruine in einen größeren Orts- und Geschichtszusammenhang einbettet. Das Audorfer Museum im Burgtor befindet sich in einem historischen spätmittelalterlichen Burgtor, das früher den Zugang zur oberhalb gelegenen Auerburg beherrschte. Heute ist es ein Ortsgeschichtsmuseum der Gemeinde Oberaudorf und vermittelt Wissen über Geologie, Besiedelung des Inntals, die Auerburg, die Innschifffahrt, die Gebirgsschützen und den Tourismus in Oberaudorf. Gerade dieser Themenmix macht den Besuch wertvoll, weil die Burg nicht isoliert betrachtet wird, sondern als Teil einer lebendigen Kulturlandschaft. Wer sich für die Auerburg interessiert, versteht durch das Museum besser, warum dieser Ort seit Jahrhunderten wichtig war: nicht nur als militärischer Punkt, sondern auch als Teil von Verkehr, Siedlung und regionaler Identität. Das Museum ergänzt die Ruine also nicht bloß, es vertieft sie. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/audorfer-museum-im-burgtor-593665382b))
Besonders gut lässt sich der Museumsbesuch mit einem Rundweg verbinden. Die regionale Wanderroute zur Ruine Auerburg führt vom Ortszentrum hinauf zum Schloßberg und wieder zurück, während der Oberaudorfer Geschichtsweg die Auerburg, den Florianiberg, den Luegsteinsee und die Höhle Grafenloch miteinander verbindet. Dadurch entsteht ein Ausflug, der Natur, Geschichte und kleine Ortsentdeckungen vereint. Unterwegs findet man laut Tourenbeschreibung Informationstafeln zur Auerburg und ihrer Geschichte, außerdem lohnt sich oben ein Blick über den Burgberg und auf die umliegende Landschaft. Der Geschichtsweg ist damit nicht nur eine sportliche Verbindung von Punkten, sondern ein kuratiertes Geschichtserlebnis unter freiem Himmel. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Weg am Burgtor-Museum beenden oder vor dem Aufstieg dort starten. So entsteht ein Besuch, der nicht nur ein einziges Motiv abarbeitet, sondern mehrere Ebenen des Ortes miteinander verknüpft: das mittelalterliche Mauerbild, das Ortsmuseum, die Wanderroute und die geologische und landschaftliche Einbettung Oberaudorfs. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/oberaudorfer-geschichtsweg-02548395cc))
Besuchstipps für die Burgruine Auerburg
Für den Besuch der Burgruine Auerburg sind keine komplizierten Vorbereitungen nötig, wohl aber ein paar einfache praktische Überlegungen. Die Region beschreibt den Weg als kurze Wanderung mit einigen Treppenstufen, und das Haus der Bayerischen Geschichte weist darauf hin, dass die Ruine auf einem bequem ersteigbaren Schlossturm zu erreichen ist. Gleichzeitig empfiehlt die Tourenbeschreibung festes Schuhwerk, was angesichts der Hanglage, der Stufen und der historischen Wegführung sinnvoll ist. Wer mit Kindern unterwegs ist oder nur einen halben Tag Zeit hat, findet hier einen idealen Ausflugspunkt, weil der Aufstieg überschaubar bleibt und trotzdem ein echtes Zielgefühl bietet. Die Auerburg ist damit ein schönes Beispiel für eine Sehenswürdigkeit, die weder zu groß noch zu klein wirkt: Sie liefert genug Geschichte für einen intensiven Besuch, ohne dass man einen langen Bergtag einplanen muss. Wenn das Wetter klar ist, ist die Aussicht besonders eindrucksvoll, und an sonnigen Tagen wird die Ruine schnell zu einem Lieblingsort für Fotos, kurze Pausen und Aussichten ins Tal. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Besonders interessant ist die Verbindung aus Zugänglichkeit und historischem Gewicht. Die Auerburg ist kein spektakulär restaurierter Prachtbau, sondern eine Ruine, die ihre Geschichte sichtbar lässt. Genau darin liegt ihre Stärke. Wer durch die Reste der Mauern geht, sieht nicht nur Steine, sondern ein verdichtetes Geschichtsbild: bronzezeitliche Besiedlung, hochmittelalterliche Burg, spätmittelalterliche Erweiterungen, neuzeitliche Zerstörungen und schließlich die touristische Erschließung der Gegenwart. Dazu kommt die Nähe zum Ortszentrum von Oberaudorf, die den Besuch leicht in einen größeren Spaziergang, einen Museumsstopp oder einen Rundweg einbindet. Für viele Reisende ist die Kombination aus kurzer Wanderung, Geschichte und Aussicht der eigentliche Grund, warum die Auerburg in Erinnerung bleibt. Sie ist kein Ort für schnelle Oberflächenblicke, sondern für stille, genaue Beobachtung. Wer die Ruine im richtigen Licht erlebt, versteht schnell, warum sie zu den prägenden Wahrzeichen von Oberaudorf zählt und warum sie in Suchanfragen immer wieder mit Fotos, Anfahrt, Parken und Geschichte verbunden wird. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Quellen:
- Ruine Auerburg - Tourismus Oberaudorf
- Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Burgruine Auerburg Oberaudorf - Haus der Bayerischen Geschichte
- Audorfer Museum im Burgtor - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Zur Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Oberaudorfer Geschichtsweg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
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Burgruine Auerburg | Geschichte & Aussicht
Die Burgruine Auerburg gehört zu den markantesten historischen Orten in Oberaudorf. Hoch über dem Ort auf dem Schlossberg gelegen, verbindet sie mittelalterliche Geschichte, kurze Wanderwege und eine außergewöhnliche Aussicht auf das Inntal und das Kaisergebirge. Wer die Auerburg besucht, erlebt keinen abgeschlossenen Museumsraum, sondern einen offenen Denkmalort, an dem sich Mauerreste, Fels, Wegführung und Landschaft unmittelbar begegnen. Genau diese Mischung macht die Ruine interessant für Geschichtsfreunde, Spaziergänger, Familien und Fotofans. Die Auerburg wurde 1329 erstmals ausdrücklich erwähnt, doch das Felsplateau war schon in der Bronzezeit besiedelt; später entwickelte sich hier eine Burg mit Pflegersitz und Landgericht. Nach Zerstörungen und dem Sprengen der Anlage blieb eine eindrucksvolle Ruine zurück, die heute über einen kurzen Aufstieg aus dem Ort erreichbar ist. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Geschichte der Burgruine Auerburg in Oberaudorf
Die historische Tiefe der Auerburg beginnt deutlich vor der eigentlichen Burgzeit. Das Felsplateau war bereits in der Bronzezeit besiedelt, also lange bevor im Hochmittelalter eine steinerne Burganlage entstand. Das ist für viele Besucher ein besonders spannender Gedanke: Der heutige Aussichtspunkt ist nicht nur eine mittelalterliche Ruine, sondern ein Ort, an dem Menschen schon vor Jahrtausenden Schutz, Überblick und strategische Lage genutzt haben. Nach den Angaben des Hauses der Bayerischen Geschichte entwickelte sich Mitte des 12. Jahrhunderts eine erste Steinburg. Die Lage auf dem Fels war ideal, denn sie kontrollierte den Weg durch das Inntal und verband Sicherheit mit Sichtweite. Spätestens in dieser Phase wurde aus einem exponierten Platz ein politisch und militärisch wichtiger Stützpunkt. Die Auerburg steht damit exemplarisch für jene bayerischen Höhen- und Felsenburgen, die nicht allein aus Repräsentation, sondern aus ganz praktischen Gründen errichtet wurden. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Die schriftlich fassbare Geschichte der Auerburg wird im 13. und 14. Jahrhundert konkreter. 1247 gelangten die bayerischen Herzöge in den Besitz der Burg, und 1329 wurde sie erstmals ausdrücklich erwähnt. Kurz zuvor hatte man sie zum Pflegersitz beziehungsweise zum Mittelpunkt eines eigenen Landgerichts erhoben. Damit war die Auerburg nicht nur Festung, sondern auch Verwaltungsmittelpunkt. Genau diese Doppelfunktion verleiht ihr bis heute historischen Reiz: Burgen waren im Mittelalter oft Machtzentren, in denen sich Herrschaft, Recht und militärische Kontrolle überlagerten. 1388 wurde die Burg nach den Konflikten jener Zeit instand gesetzt, später entstanden unterhalb der Burg eine Klause, zusätzliche Befestigungen wie eine Barbakane sowie neue Randgebäude. Die Anlage wurde damit immer komplexer und wehrhafter. Zugleich zeigt die Baugeschichte, wie sich Burgen im Lauf der Jahrhunderte veränderten, an neue Bedrohungen angepasst wurden und dabei ihre Gestalt mehrfach wandelten. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit geriet die Auerburg immer wieder in den Strudel regionaler Konflikte. Das Haus der Bayerischen Geschichte nennt eine Belagerung im Jahr 1505 während des Wittelsbacher Erbfolgekriegs, außerdem einen bereits verwahrlosten Zustand um 1620. 1704 wurde die Burg von österreichischen Truppen niedergebrannt, 1743 von pandurischen Söldnern erneut schwer beschädigt, und zwei Jahre später wurde sie gesprengt. Diese Kette aus Zerstörungen erklärt, warum heute keine geschlossene Burganlage mehr steht, sondern eine eindrucksvolle Ruinenlandschaft. Für den heutigen Besucher ist genau das jedoch ein Vorteil: Die verbliebenen Mauerzüge, die Linien des Felsens und die offene Topografie lassen die einstige Größe eher ahnen als vollständig festlegen. Von 1992 bis 1998 erfolgten Instandsetzungsarbeiten, die die Anlage für Besucher erschlossen und den Zugang deutlich verbesserten. Unter der Burg befindet sich außerdem ein Schauraum im Burgtor-Museum, der die Geschichte des Ortes zusätzlich sichtbar macht. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Anfahrt, Parken und der kurze Aufstieg zum Schlossberg
Die Burgruine Auerburg ist keine abgelegene Hochgebirgsruine, die nur nach einer langen Tour erreicht wird. Im Gegenteil: Einer der großen Pluspunkte ist der kurze und gut nachvollziehbare Zugang aus dem Ortszentrum von Oberaudorf. Die regionale Tourenbeschreibung beginnt an der Tourist-Information beziehungsweise am Rathausplatz und führt zunächst an der Kirche und am Burgtor vorbei. Danach folgt der Weg dem beschilderten Verlauf in Richtung Schloßberg, überquert die Hauptstraße und steigt dann über einen historischen Fahrweg hinauf. Wer die Auerburg besucht, erlebt also bereits auf dem Weg dorthin ein kleines Stück Ortsgeschichte, denn die Route verknüpft den Stadtraum mit dem historischen Burgberg. Unterwegs kommen ein Gatter, eine Weggabelung, Treppenstufen und schließlich die Brücke zur Ruine vor. Genau diese Abfolge macht den Aufstieg abwechslungsreich, aber nicht überfordernd. Die Region beschreibt ihn ausdrücklich als kurze Wanderung, familienfreundlich und kulturell-historisch geprägt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Für die praktische Planung ist das Thema Parken wichtig, denn viele Besucher möchten die Ruine mit einem kurzen Spaziergang oder einer kleinen Wanderung verbinden. Die offizielle Seite der Gemeinde nennt den Parkplatz Florianiberg in der Florianibergstraße als Anlaufpunkt. Die Tourenhinweise des Chiemsee-Alpenlands ergänzen, dass es im Ort mehrere Parkplätze gibt und alternativ auch am Luegsteinsee geparkt werden kann. Wer mit dem Zug anreist, kann Oberaudorf über die Strecke aus Richtung München, Rosenheim oder Kufstein erreichen und von dort zu Fuß weitergehen. Besonders angenehm ist, dass der Aufstieg nicht nur kurz, sondern auch gut markiert ist. In der Wegbeschreibung werden grüne Wegweiser mit der Beschriftung Schloßberg erwähnt, außerdem verweist die Region auf einen festen, klaren Verlauf durch das Ortsbild. Für den Besuch genügt daher meistens ein realistischer Zeitpuffer von einem halben Vormittag oder Nachmittag. Wer den Aufenthalt mit einem Museum, einer Einkehr oder einem Spaziergang am Luegsteinsee verbindet, erhält schnell einen ganzen Ausflugstag. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Fotos und Aussicht: Warum die Ruine Auerburg so fotogen ist
Wer nach Burgruine Auerburg Fotos sucht, sucht in Wahrheit nach einem sehr klaren Bildmotiv: historische Mauern auf einem Felsen, darunter der Ort Oberaudorf und dahinter die Bergwelt des Inntals. Genau diese Konstellation macht die Auerburg so fotogen. Die Ruine liegt am Schlossberg über dem Ort, und der Aufstieg wird mit einem weiten Blick über Oberaudorf und das Inntal belohnt. Die Tourenbeschreibung betont zusätzlich die Aussicht auf das Kaisergebirge und die tiroler Nachbarberge. Das bedeutet: Die Auerburg ist nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein klassischer Panorama- und Fotopunkt. Je nach Tageszeit verändert sich das Licht auf den Steinen, auf den Wiesen am Hang und auf den Bergen in der Ferne, wodurch sich sehr unterschiedliche Bildstimmungen ergeben. Besonders reizvoll sind klare Tage mit guter Fernsicht, weil dann die Konturen der Landschaft deutlich hervortreten und die Ruine ihre exponierte Lage besonders stark ausspielt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Der Blick von oben ist zugleich ein wichtiger Teil der historischen Erfahrung. Die Auerburg war einst genau deshalb von Bedeutung, weil sie Kontrolle über Wege und Talraum bot. Heute erleben Besucher dieselbe Topografie als Landschaftsbild. Das macht den Ort so stark: Geschichte und Perspektive fallen hier zusammen. Das Haus der Bayerischen Geschichte beschreibt den Baubestand als isoliert stehenden Felsklotz, der von einer mehrfach abwinkelnden Ringmauer umsäumt wurde. Von der nördlichen Frontseite aus sicherte ein mächtiger Halsgraben den Zugang, und ein Torvorwerk mit Barbakane trat weit vor. Auf dem Burgfels standen einst Bergfried, Küche, Palas und weitere Bauteile. Auch wenn vieles davon nur noch in Resten sichtbar ist, hilft diese Form der Anlage dabei, die Ruine als dreidimensionalen Raum zu lesen. Gerade für Fotofans ist das interessant, weil sich nicht nur ein einzelnes Motiv, sondern viele Blickachsen ergeben: vom Tal hinauf zur Burg, vom Burgfels in den Himmel und von den Mauerresten in die offene Berglandschaft. Wer die Auerburg besucht, sollte deshalb nicht nur das Hauptmotiv aufnehmen, sondern auch die Details der Steine, die Linien des Felsens und die Perspektive über den Rand hinaus. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Burgtor-Museum und der historische Rundweg rund um die Auerburg
Ein besonderes Plus der Burgruine Auerburg ist das Burgtor-Museum, das die Ruine in einen größeren Orts- und Geschichtszusammenhang einbettet. Das Audorfer Museum im Burgtor befindet sich in einem historischen spätmittelalterlichen Burgtor, das früher den Zugang zur oberhalb gelegenen Auerburg beherrschte. Heute ist es ein Ortsgeschichtsmuseum der Gemeinde Oberaudorf und vermittelt Wissen über Geologie, Besiedelung des Inntals, die Auerburg, die Innschifffahrt, die Gebirgsschützen und den Tourismus in Oberaudorf. Gerade dieser Themenmix macht den Besuch wertvoll, weil die Burg nicht isoliert betrachtet wird, sondern als Teil einer lebendigen Kulturlandschaft. Wer sich für die Auerburg interessiert, versteht durch das Museum besser, warum dieser Ort seit Jahrhunderten wichtig war: nicht nur als militärischer Punkt, sondern auch als Teil von Verkehr, Siedlung und regionaler Identität. Das Museum ergänzt die Ruine also nicht bloß, es vertieft sie. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/audorfer-museum-im-burgtor-593665382b))
Besonders gut lässt sich der Museumsbesuch mit einem Rundweg verbinden. Die regionale Wanderroute zur Ruine Auerburg führt vom Ortszentrum hinauf zum Schloßberg und wieder zurück, während der Oberaudorfer Geschichtsweg die Auerburg, den Florianiberg, den Luegsteinsee und die Höhle Grafenloch miteinander verbindet. Dadurch entsteht ein Ausflug, der Natur, Geschichte und kleine Ortsentdeckungen vereint. Unterwegs findet man laut Tourenbeschreibung Informationstafeln zur Auerburg und ihrer Geschichte, außerdem lohnt sich oben ein Blick über den Burgberg und auf die umliegende Landschaft. Der Geschichtsweg ist damit nicht nur eine sportliche Verbindung von Punkten, sondern ein kuratiertes Geschichtserlebnis unter freiem Himmel. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Weg am Burgtor-Museum beenden oder vor dem Aufstieg dort starten. So entsteht ein Besuch, der nicht nur ein einziges Motiv abarbeitet, sondern mehrere Ebenen des Ortes miteinander verknüpft: das mittelalterliche Mauerbild, das Ortsmuseum, die Wanderroute und die geologische und landschaftliche Einbettung Oberaudorfs. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/oberaudorfer-geschichtsweg-02548395cc))
Besuchstipps für die Burgruine Auerburg
Für den Besuch der Burgruine Auerburg sind keine komplizierten Vorbereitungen nötig, wohl aber ein paar einfache praktische Überlegungen. Die Region beschreibt den Weg als kurze Wanderung mit einigen Treppenstufen, und das Haus der Bayerischen Geschichte weist darauf hin, dass die Ruine auf einem bequem ersteigbaren Schlossturm zu erreichen ist. Gleichzeitig empfiehlt die Tourenbeschreibung festes Schuhwerk, was angesichts der Hanglage, der Stufen und der historischen Wegführung sinnvoll ist. Wer mit Kindern unterwegs ist oder nur einen halben Tag Zeit hat, findet hier einen idealen Ausflugspunkt, weil der Aufstieg überschaubar bleibt und trotzdem ein echtes Zielgefühl bietet. Die Auerburg ist damit ein schönes Beispiel für eine Sehenswürdigkeit, die weder zu groß noch zu klein wirkt: Sie liefert genug Geschichte für einen intensiven Besuch, ohne dass man einen langen Bergtag einplanen muss. Wenn das Wetter klar ist, ist die Aussicht besonders eindrucksvoll, und an sonnigen Tagen wird die Ruine schnell zu einem Lieblingsort für Fotos, kurze Pausen und Aussichten ins Tal. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Besonders interessant ist die Verbindung aus Zugänglichkeit und historischem Gewicht. Die Auerburg ist kein spektakulär restaurierter Prachtbau, sondern eine Ruine, die ihre Geschichte sichtbar lässt. Genau darin liegt ihre Stärke. Wer durch die Reste der Mauern geht, sieht nicht nur Steine, sondern ein verdichtetes Geschichtsbild: bronzezeitliche Besiedlung, hochmittelalterliche Burg, spätmittelalterliche Erweiterungen, neuzeitliche Zerstörungen und schließlich die touristische Erschließung der Gegenwart. Dazu kommt die Nähe zum Ortszentrum von Oberaudorf, die den Besuch leicht in einen größeren Spaziergang, einen Museumsstopp oder einen Rundweg einbindet. Für viele Reisende ist die Kombination aus kurzer Wanderung, Geschichte und Aussicht der eigentliche Grund, warum die Auerburg in Erinnerung bleibt. Sie ist kein Ort für schnelle Oberflächenblicke, sondern für stille, genaue Beobachtung. Wer die Ruine im richtigen Licht erlebt, versteht schnell, warum sie zu den prägenden Wahrzeichen von Oberaudorf zählt und warum sie in Suchanfragen immer wieder mit Fotos, Anfahrt, Parken und Geschichte verbunden wird. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Quellen:
- Ruine Auerburg - Tourismus Oberaudorf
- Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Burgruine Auerburg Oberaudorf - Haus der Bayerischen Geschichte
- Audorfer Museum im Burgtor - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Zur Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Oberaudorfer Geschichtsweg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
Burgruine Auerburg | Geschichte & Aussicht
Die Burgruine Auerburg gehört zu den markantesten historischen Orten in Oberaudorf. Hoch über dem Ort auf dem Schlossberg gelegen, verbindet sie mittelalterliche Geschichte, kurze Wanderwege und eine außergewöhnliche Aussicht auf das Inntal und das Kaisergebirge. Wer die Auerburg besucht, erlebt keinen abgeschlossenen Museumsraum, sondern einen offenen Denkmalort, an dem sich Mauerreste, Fels, Wegführung und Landschaft unmittelbar begegnen. Genau diese Mischung macht die Ruine interessant für Geschichtsfreunde, Spaziergänger, Familien und Fotofans. Die Auerburg wurde 1329 erstmals ausdrücklich erwähnt, doch das Felsplateau war schon in der Bronzezeit besiedelt; später entwickelte sich hier eine Burg mit Pflegersitz und Landgericht. Nach Zerstörungen und dem Sprengen der Anlage blieb eine eindrucksvolle Ruine zurück, die heute über einen kurzen Aufstieg aus dem Ort erreichbar ist. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Geschichte der Burgruine Auerburg in Oberaudorf
Die historische Tiefe der Auerburg beginnt deutlich vor der eigentlichen Burgzeit. Das Felsplateau war bereits in der Bronzezeit besiedelt, also lange bevor im Hochmittelalter eine steinerne Burganlage entstand. Das ist für viele Besucher ein besonders spannender Gedanke: Der heutige Aussichtspunkt ist nicht nur eine mittelalterliche Ruine, sondern ein Ort, an dem Menschen schon vor Jahrtausenden Schutz, Überblick und strategische Lage genutzt haben. Nach den Angaben des Hauses der Bayerischen Geschichte entwickelte sich Mitte des 12. Jahrhunderts eine erste Steinburg. Die Lage auf dem Fels war ideal, denn sie kontrollierte den Weg durch das Inntal und verband Sicherheit mit Sichtweite. Spätestens in dieser Phase wurde aus einem exponierten Platz ein politisch und militärisch wichtiger Stützpunkt. Die Auerburg steht damit exemplarisch für jene bayerischen Höhen- und Felsenburgen, die nicht allein aus Repräsentation, sondern aus ganz praktischen Gründen errichtet wurden. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Die schriftlich fassbare Geschichte der Auerburg wird im 13. und 14. Jahrhundert konkreter. 1247 gelangten die bayerischen Herzöge in den Besitz der Burg, und 1329 wurde sie erstmals ausdrücklich erwähnt. Kurz zuvor hatte man sie zum Pflegersitz beziehungsweise zum Mittelpunkt eines eigenen Landgerichts erhoben. Damit war die Auerburg nicht nur Festung, sondern auch Verwaltungsmittelpunkt. Genau diese Doppelfunktion verleiht ihr bis heute historischen Reiz: Burgen waren im Mittelalter oft Machtzentren, in denen sich Herrschaft, Recht und militärische Kontrolle überlagerten. 1388 wurde die Burg nach den Konflikten jener Zeit instand gesetzt, später entstanden unterhalb der Burg eine Klause, zusätzliche Befestigungen wie eine Barbakane sowie neue Randgebäude. Die Anlage wurde damit immer komplexer und wehrhafter. Zugleich zeigt die Baugeschichte, wie sich Burgen im Lauf der Jahrhunderte veränderten, an neue Bedrohungen angepasst wurden und dabei ihre Gestalt mehrfach wandelten. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit geriet die Auerburg immer wieder in den Strudel regionaler Konflikte. Das Haus der Bayerischen Geschichte nennt eine Belagerung im Jahr 1505 während des Wittelsbacher Erbfolgekriegs, außerdem einen bereits verwahrlosten Zustand um 1620. 1704 wurde die Burg von österreichischen Truppen niedergebrannt, 1743 von pandurischen Söldnern erneut schwer beschädigt, und zwei Jahre später wurde sie gesprengt. Diese Kette aus Zerstörungen erklärt, warum heute keine geschlossene Burganlage mehr steht, sondern eine eindrucksvolle Ruinenlandschaft. Für den heutigen Besucher ist genau das jedoch ein Vorteil: Die verbliebenen Mauerzüge, die Linien des Felsens und die offene Topografie lassen die einstige Größe eher ahnen als vollständig festlegen. Von 1992 bis 1998 erfolgten Instandsetzungsarbeiten, die die Anlage für Besucher erschlossen und den Zugang deutlich verbesserten. Unter der Burg befindet sich außerdem ein Schauraum im Burgtor-Museum, der die Geschichte des Ortes zusätzlich sichtbar macht. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Anfahrt, Parken und der kurze Aufstieg zum Schlossberg
Die Burgruine Auerburg ist keine abgelegene Hochgebirgsruine, die nur nach einer langen Tour erreicht wird. Im Gegenteil: Einer der großen Pluspunkte ist der kurze und gut nachvollziehbare Zugang aus dem Ortszentrum von Oberaudorf. Die regionale Tourenbeschreibung beginnt an der Tourist-Information beziehungsweise am Rathausplatz und führt zunächst an der Kirche und am Burgtor vorbei. Danach folgt der Weg dem beschilderten Verlauf in Richtung Schloßberg, überquert die Hauptstraße und steigt dann über einen historischen Fahrweg hinauf. Wer die Auerburg besucht, erlebt also bereits auf dem Weg dorthin ein kleines Stück Ortsgeschichte, denn die Route verknüpft den Stadtraum mit dem historischen Burgberg. Unterwegs kommen ein Gatter, eine Weggabelung, Treppenstufen und schließlich die Brücke zur Ruine vor. Genau diese Abfolge macht den Aufstieg abwechslungsreich, aber nicht überfordernd. Die Region beschreibt ihn ausdrücklich als kurze Wanderung, familienfreundlich und kulturell-historisch geprägt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Für die praktische Planung ist das Thema Parken wichtig, denn viele Besucher möchten die Ruine mit einem kurzen Spaziergang oder einer kleinen Wanderung verbinden. Die offizielle Seite der Gemeinde nennt den Parkplatz Florianiberg in der Florianibergstraße als Anlaufpunkt. Die Tourenhinweise des Chiemsee-Alpenlands ergänzen, dass es im Ort mehrere Parkplätze gibt und alternativ auch am Luegsteinsee geparkt werden kann. Wer mit dem Zug anreist, kann Oberaudorf über die Strecke aus Richtung München, Rosenheim oder Kufstein erreichen und von dort zu Fuß weitergehen. Besonders angenehm ist, dass der Aufstieg nicht nur kurz, sondern auch gut markiert ist. In der Wegbeschreibung werden grüne Wegweiser mit der Beschriftung Schloßberg erwähnt, außerdem verweist die Region auf einen festen, klaren Verlauf durch das Ortsbild. Für den Besuch genügt daher meistens ein realistischer Zeitpuffer von einem halben Vormittag oder Nachmittag. Wer den Aufenthalt mit einem Museum, einer Einkehr oder einem Spaziergang am Luegsteinsee verbindet, erhält schnell einen ganzen Ausflugstag. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Fotos und Aussicht: Warum die Ruine Auerburg so fotogen ist
Wer nach Burgruine Auerburg Fotos sucht, sucht in Wahrheit nach einem sehr klaren Bildmotiv: historische Mauern auf einem Felsen, darunter der Ort Oberaudorf und dahinter die Bergwelt des Inntals. Genau diese Konstellation macht die Auerburg so fotogen. Die Ruine liegt am Schlossberg über dem Ort, und der Aufstieg wird mit einem weiten Blick über Oberaudorf und das Inntal belohnt. Die Tourenbeschreibung betont zusätzlich die Aussicht auf das Kaisergebirge und die tiroler Nachbarberge. Das bedeutet: Die Auerburg ist nicht nur ein Ort für Geschichtsinteressierte, sondern auch ein klassischer Panorama- und Fotopunkt. Je nach Tageszeit verändert sich das Licht auf den Steinen, auf den Wiesen am Hang und auf den Bergen in der Ferne, wodurch sich sehr unterschiedliche Bildstimmungen ergeben. Besonders reizvoll sind klare Tage mit guter Fernsicht, weil dann die Konturen der Landschaft deutlich hervortreten und die Ruine ihre exponierte Lage besonders stark ausspielt. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/zur-ruine-auerburg-18dc78adc4))
Der Blick von oben ist zugleich ein wichtiger Teil der historischen Erfahrung. Die Auerburg war einst genau deshalb von Bedeutung, weil sie Kontrolle über Wege und Talraum bot. Heute erleben Besucher dieselbe Topografie als Landschaftsbild. Das macht den Ort so stark: Geschichte und Perspektive fallen hier zusammen. Das Haus der Bayerischen Geschichte beschreibt den Baubestand als isoliert stehenden Felsklotz, der von einer mehrfach abwinkelnden Ringmauer umsäumt wurde. Von der nördlichen Frontseite aus sicherte ein mächtiger Halsgraben den Zugang, und ein Torvorwerk mit Barbakane trat weit vor. Auf dem Burgfels standen einst Bergfried, Küche, Palas und weitere Bauteile. Auch wenn vieles davon nur noch in Resten sichtbar ist, hilft diese Form der Anlage dabei, die Ruine als dreidimensionalen Raum zu lesen. Gerade für Fotofans ist das interessant, weil sich nicht nur ein einzelnes Motiv, sondern viele Blickachsen ergeben: vom Tal hinauf zur Burg, vom Burgfels in den Himmel und von den Mauerresten in die offene Berglandschaft. Wer die Auerburg besucht, sollte deshalb nicht nur das Hauptmotiv aufnehmen, sondern auch die Details der Steine, die Linien des Felsens und die Perspektive über den Rand hinaus. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Burgtor-Museum und der historische Rundweg rund um die Auerburg
Ein besonderes Plus der Burgruine Auerburg ist das Burgtor-Museum, das die Ruine in einen größeren Orts- und Geschichtszusammenhang einbettet. Das Audorfer Museum im Burgtor befindet sich in einem historischen spätmittelalterlichen Burgtor, das früher den Zugang zur oberhalb gelegenen Auerburg beherrschte. Heute ist es ein Ortsgeschichtsmuseum der Gemeinde Oberaudorf und vermittelt Wissen über Geologie, Besiedelung des Inntals, die Auerburg, die Innschifffahrt, die Gebirgsschützen und den Tourismus in Oberaudorf. Gerade dieser Themenmix macht den Besuch wertvoll, weil die Burg nicht isoliert betrachtet wird, sondern als Teil einer lebendigen Kulturlandschaft. Wer sich für die Auerburg interessiert, versteht durch das Museum besser, warum dieser Ort seit Jahrhunderten wichtig war: nicht nur als militärischer Punkt, sondern auch als Teil von Verkehr, Siedlung und regionaler Identität. Das Museum ergänzt die Ruine also nicht bloß, es vertieft sie. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/alle-sehenswuerdigkeiten/audorfer-museum-im-burgtor-593665382b))
Besonders gut lässt sich der Museumsbesuch mit einem Rundweg verbinden. Die regionale Wanderroute zur Ruine Auerburg führt vom Ortszentrum hinauf zum Schloßberg und wieder zurück, während der Oberaudorfer Geschichtsweg die Auerburg, den Florianiberg, den Luegsteinsee und die Höhle Grafenloch miteinander verbindet. Dadurch entsteht ein Ausflug, der Natur, Geschichte und kleine Ortsentdeckungen vereint. Unterwegs findet man laut Tourenbeschreibung Informationstafeln zur Auerburg und ihrer Geschichte, außerdem lohnt sich oben ein Blick über den Burgberg und auf die umliegende Landschaft. Der Geschichtsweg ist damit nicht nur eine sportliche Verbindung von Punkten, sondern ein kuratiertes Geschichtserlebnis unter freiem Himmel. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Weg am Burgtor-Museum beenden oder vor dem Aufstieg dort starten. So entsteht ein Besuch, der nicht nur ein einziges Motiv abarbeitet, sondern mehrere Ebenen des Ortes miteinander verknüpft: das mittelalterliche Mauerbild, das Ortsmuseum, die Wanderroute und die geologische und landschaftliche Einbettung Oberaudorfs. ([chiemsee-alpenland.de](https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/tourenportal/oberaudorfer-geschichtsweg-02548395cc))
Besuchstipps für die Burgruine Auerburg
Für den Besuch der Burgruine Auerburg sind keine komplizierten Vorbereitungen nötig, wohl aber ein paar einfache praktische Überlegungen. Die Region beschreibt den Weg als kurze Wanderung mit einigen Treppenstufen, und das Haus der Bayerischen Geschichte weist darauf hin, dass die Ruine auf einem bequem ersteigbaren Schlossturm zu erreichen ist. Gleichzeitig empfiehlt die Tourenbeschreibung festes Schuhwerk, was angesichts der Hanglage, der Stufen und der historischen Wegführung sinnvoll ist. Wer mit Kindern unterwegs ist oder nur einen halben Tag Zeit hat, findet hier einen idealen Ausflugspunkt, weil der Aufstieg überschaubar bleibt und trotzdem ein echtes Zielgefühl bietet. Die Auerburg ist damit ein schönes Beispiel für eine Sehenswürdigkeit, die weder zu groß noch zu klein wirkt: Sie liefert genug Geschichte für einen intensiven Besuch, ohne dass man einen langen Bergtag einplanen muss. Wenn das Wetter klar ist, ist die Aussicht besonders eindrucksvoll, und an sonnigen Tagen wird die Ruine schnell zu einem Lieblingsort für Fotos, kurze Pausen und Aussichten ins Tal. ([hdbg.eu](https://hdbg.eu/burgen/detail/burgruine-auerburg/61))
Besonders interessant ist die Verbindung aus Zugänglichkeit und historischem Gewicht. Die Auerburg ist kein spektakulär restaurierter Prachtbau, sondern eine Ruine, die ihre Geschichte sichtbar lässt. Genau darin liegt ihre Stärke. Wer durch die Reste der Mauern geht, sieht nicht nur Steine, sondern ein verdichtetes Geschichtsbild: bronzezeitliche Besiedlung, hochmittelalterliche Burg, spätmittelalterliche Erweiterungen, neuzeitliche Zerstörungen und schließlich die touristische Erschließung der Gegenwart. Dazu kommt die Nähe zum Ortszentrum von Oberaudorf, die den Besuch leicht in einen größeren Spaziergang, einen Museumsstopp oder einen Rundweg einbindet. Für viele Reisende ist die Kombination aus kurzer Wanderung, Geschichte und Aussicht der eigentliche Grund, warum die Auerburg in Erinnerung bleibt. Sie ist kein Ort für schnelle Oberflächenblicke, sondern für stille, genaue Beobachtung. Wer die Ruine im richtigen Licht erlebt, versteht schnell, warum sie zu den prägenden Wahrzeichen von Oberaudorf zählt und warum sie in Suchanfragen immer wieder mit Fotos, Anfahrt, Parken und Geschichte verbunden wird. ([tourismus-oberaudorf.de](https://www.tourismus-oberaudorf.de/ruine-auerburg/))
Quellen:
- Ruine Auerburg - Tourismus Oberaudorf
- Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Burgruine Auerburg Oberaudorf - Haus der Bayerischen Geschichte
- Audorfer Museum im Burgtor - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Zur Ruine Auerburg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
- Oberaudorfer Geschichtsweg - Chiemsee-Alpenland Tourismus
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